Andresen, Andreas
Der deutsche Peintre-Graveur oder die deutschen Maler als Kupferstecher: nach ihrem Leben und ihren Werken ; von dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts bis zum Schluss des 18. Jahrhunderts und in Anschluss an Bartsch's Peintre-Graveur, an Robert-Dumesnil's und Prosper de Beaudicour's französischen Peintre-Graveur (Band 1) — Leipzig, 1872

Seite: 129
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JOST ÄMMAN.

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durch ihre Attribute und lateinische Beischriften als die
Menschenliebe, der Friede, die Barmherzigkeit u. s.w.
bezeichnet werden. Ueber dem Heiland schwebt
Gott Vater, über der Wahrheit der heilige Geist. Die
Wahrheit steht auf einer gemauerten Erhöhung, zu
welcher von beiden Seiten Stufen hinaufführen, etc.
Vorne knieen, sitzen und liegen sieben männliche und
weibliche Figuren, eine der letzteren hält ein Kind.
Bei diesen Figuren sind Buchstaben beigestochen,
welche auf den erklärenden Text hinweisen. Unter-
halb der Wahrheit ist eine gewölbte Oeffnung, durch
welche man in die Hölle blickt. In der ovalen Ein-
fassung sind die zwölf Patriarchen in Rundungen
abgebildet. Das Oval befindet sich in einem Viereck,
in welchem oben links und rechts zwei Engel mit
Kränzen schweben. Zwischen diesen Figuren ist eine
leere Cartouche, zwei andere, ebenfalls leere Car-
touchen oder Tafeln sind unten links und rechts.
Letztere sind durch eine Verzierung verbunden, in
welcher die Namensinitialen i A zu finden sind; noch
tiefer steht: Tos Amwum E und an der Einfassungs-
linie: M.D. Lxxi. rechts: cvM piuviLEGio CAESAREO.
Die Anmerkung zum vorigen Blatte gilt auch für dieses.
Die lateinische Ueberschrift lautet: picTVRA ET IMAGO EccrEsiAE
!N HAG VITA , IN QVA OSTENDITVR QVID IN EA GERATVR , QVAM
BLANDE PER VERBVM . . . /och'cüer a5/öüüa iVorf&ergae ä Ukea-
ce/lao /am/Mcero.,* die deutsche: F/'a Fh/w nud der
FAr^h'cAew FircAe aa/' Frdea etc. BECKER giebt noch eine
zweite anders lautende iateinische Ueberschrift an, ich ver-
muthe stark, dass es die von Becker nicht angezeigte des
vorigen Blattes ist, indem sie gleichlautend beginnt.
t.

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