Andresen, Andreas
Der deutsche Peintre-Graveur oder die deutschen Maler als Kupferstecher: nach ihrem Leben und ihren Werken ; von dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts bis zum Schluss des 18. Jahrhunderts und in Anschluss an Bartsch's Peintre-Graveur, an Robert-Dumesnil's und Prosper de Beaudicour's französischen Peintre-Graveur (Band 1) — Leipzig, 1872

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JüST AMMAN.

selben stehen zwei korinthische Säulen und in Nischen
links: ivsTtnA. rechts: PRVDEKHA.; vor und hinter
der Wölbung hängt der bogenförmige Vliesorden.
Die Ehrenpforte ist oben mit einem Balkon bekrönt,
in welchem Musikanten aufspielen. Auf der Bedachung
dieses Balkons stehen in der Mitte auf einem Sockel
der zweiköpßge Reichsadler und zu den Seiten des
Sockels zwei Genien, die zwei Fähnlein und zwei
Wappenschilde halten. Unterhalb des Balkons liest
man an einer, von zwei Genien gehaltenen Tafel:
IMPERATORI CAESAR1 AV"
GVSTO MAXIMtLiANO
SECVNDO CLEMENTISS:
Unter derYorstellung ist eine gedruckte lateinische und
deutsche Beschreibung: Tvpvs SEV CONTRAFACTVRA . . .
riä t/räaddm/m rcrzeic/oucs,... a/dom/7 pad
ciarei^ea za NänaFcn?, a/a 7. d////?)', de//' 1 570. Ja/'s .. .
a///ye?dc//7 //? worden. Unter der Beschreibung: Aoräa-
Acr/;ae da ac///*////' LocAae/d.
Den architektonischen Theil dieses Bogens hat
J. Amman einem älteren, bei Egenolph in Frankfurt
erschienenen Holzschnitt entlehnt, welcher die Ehren-
pforte bei dem Einreiten Karls V. in Nürnberg 1547
vorstellt.
Wir kennen folgende Abdrucksgattungen :
I. Vor der Aufschrift der von den beiden Genien gehal-
tenen Tafel.
H. Mit dieser Aufschrift.
111. Hinter der Ehrenpforte sind links ein Baum und rechts
Häuser hinzugekommen, an deren einem AEDES NEvooRFFHH!
gelesen wird.
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