Andresen, Andreas
Der deutsche Peintre-Graveur oder die deutschen Maler als Kupferstecher: nach ihrem Leben und ihren Werken ; von dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts bis zum Schluss des 18. Jahrhunderts und in Anschluss an Bartsch's Peintre-Graveur, an Robert-Dumesnil's und Prosper de Beaudicour's französischen Peintre-Graveur (Band 1) — Leipzig, 1872

Seite: 194
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JOST ÄMMAW

4. Martin Schenk.
H. 10"9'", Br. 2t".
Fliegendes Blatt; im Katalog PEizoLDT und in NAGLER':
Monogrammenlexikon dem J. Amman zugeschrieben , aber un-
seres Erachtens von B. Jenichen.
5. Brustbild einer Frau.
Mit reichem Kopfputz und in entsprechender Kleidung, in
Profil. Sorgfältig radirtes Blatt. In der Mitte unten ein Zeichen,
das dem des J. Amman ähnelt. 8°. — Dr, NAGLER, die Monogr.
I. No. 672 möchte dieses Bild dem Maler Andr. Herneysen bei-
legen; wir haben keinen Grund, dieser Annahme beizupflich-
ten, uns scheint die Arbeit französischen Ursprungs.
6. Adam und Eva im Paradies.
NAGLER, die Monogr. No. 36. Ist dasselbe Blatt, was BECKER
unter No. 9. S. 194 aufführt.
7. Die heilige Jungfrau erscheint dem schreibenden
Johannes.
Kopie des Titelblattes der Apokalypse des A. Dürer. Von
Zani irrig dem J. Amman zugeschrieben. Ist ein Blatt des Gio-
vanni Andrea Vavassore.
8. Die Eroberung von Mastricht 1576.
11. 13" 7'", Br. 8" 5"'.
Oben an einem flatternden Band: IVare CoHfra/acfM?* Der Sfaff
Sumpf Darm tTr/o/7'aer Aurmdhrnp. Drei Abtheilungen.
Die späteren Abdrücke haben rechts unten das Monogramm
des Verlegers M. Quadt zu Cöln.
Dieses kräftig geätzte Blatt hat in der Zeichnung der Figuren
viel an J. Amman Erinnerndes und ich habe es auch in öffentlichen
Kabinetten dem Werk des J. Amman einverleibt gefunden, bin aber
doch der festen Meinung, dass dieAetzarbeit nicht von J. Amman
ist. Für B. Jenichen ist die Ausführung zu sorgfältig Wahrscheinlich
ist es eine Arbeit des Al. Matr, Schülers von J. Amman, mit dessen
Grundriss von Augsburg die Manier der Aetzung viel Uebereinstim-
mendes hat. Dasselbe gilt von der folgenden Darstellung.
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