Andresen, Andreas
Der deutsche Peintre-Graveur oder die deutschen Maler als Kupferstecher: nach ihrem Leben und ihren Werken ; von dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts bis zum Schluss des 18. Jahrhunderts und in Anschluss an Bartsch's Peintre-Graveur, an Robert-Dumesnil's und Prosper de Beaudicour's französischen Peintre-Graveur (Band 1) — Leipzig, 1872

Seite: 216
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JoST A\n!AV.

21G
Unten im Boden das Zeichen J. Amman's, weiter
rechts das des Formschneiders C K .
45. Das jüngste Gericht.
H. 8", Br. 6" 2"'.
Der strahlende Heiiand, mit Lilienstengel und
flammendem Schwert zu Seiten seines Hauptes, sitzt
oben zwischen zwei posaunenden Engeln. Unten
links stehen die Todten auf, einige schwingen sich
links himmelaufwärts, andere werden rechts durch
Teufel in den Höllenschlund getrieben. Das Ganze be-
ßndet sich in einem ovalen Rahmen mit Verzierungen
in den Ecken. Unten neben einem geöffneten Grabe
J. Amman's Zeichen. Oben ist mit Buchdruckerlettern
beigedruckt: Gedeck der So irfrd^
dir rrc/d yor yerrn^.
Dieses, von BECKER unter No. 139 im Anhang beschriebene
Biatt kommt in derBambergischen Hatsgerichtsordnung <580,
aber auch einzefn vor. Luc. Alaver hat den Stock geschnitten.
46. Dasselbe anders.
H. 7" 3 ", Br. 5" 6'".
Aebnliche Darstellung. Die posaunenden Engel
sind hier höher angebracht, und zu beiden Seiten des
Weltenrichters knieen die heil. Jungfrau und Johannes
der Täufer. Im Hintergrund des geöffneten Himmels
eine Reihe anbetender Engel. Ueber dem Heiland ist
eine leere Schrifttafel. Auf einem Stein gegen links
unten Amman's Zeichen. Scheint ebenfalls von Luc.
Mayer geschnitten zu sein.
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