Andresen, Andreas
Der deutsche Peintre-Graveur oder die deutschen Maler als Kupferstecher: nach ihrem Leben und ihren Werken ; von dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts bis zum Schluss des 18. Jahrhunderts und in Anschluss an Bartsch's Peintre-Graveur, an Robert-Dumesnil's und Prosper de Beaudicour's französischen Peintre-Graveur (Band 1) — Leipzig, 1872

Seite: 219
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JüST AMMAN.

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56. Die Gerechtigkeit.
H. 8"P", Br. 6" 4'".
In der Mitte sitzt, von vorne gesehen, tvsuciA,
sie hält in der erhobenen Rechten das Schwert, in
der Linken die Waage, ihre Arme sind mit Ketten
belastet, welche die ihr zu Seiten stehenden CHARITAS
— links — und PRVDENiiA anfassen. Vor ihr sitzen
PAX und RESPUB.—— die einander die rechte Hand
reichen, mit der Linken erstere einen Palmenzweig,
letztere ein Scepter halten. Im Hintergrund der Land-
schaft sieht man links eine Stadt an einem Fluss.
Oben der strahlende Name Jehovah in hebräischen
Schriftzügen. Die Vorstellung ist von einem ovalen,
an den Winkeln des Blattes verzierten Rahmen ein-
geschlossen. Unten in der Mitte des Rahmens die
Buchstaben i A
Es giebt Abdrücke mit einer oben beigedruckten gereimten
Erklärung: cü/cMU'as ayu'moye?'e??e etc.
Angewandt in G. LAUTERBECK's Regentenbuch <579.
57. Ein Flussgott.
H. 8", Br. 6".
Ein nackter, bärtiger Mann zu Pferde, mit einem
Gürtel aus Schilf um den Unterleib und mit Sandalen
unter den Füssen. Statt der Haare wächst Schilf aus
seinem Kopf. Unter seinem rechten Arm hält er eine
Urne, mit der rechten Hand den Zügel seines Pferdes,
in der linken ein über die Achsel gelegtes Ruder.
Pferd und Reiter sind in Profil nach rechts gekehrt,
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