Andresen, Andreas
Der deutsche Peintre-Graveur oder die deutschen Maler als Kupferstecher: nach ihrem Leben und ihren Werken ; von dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts bis zum Schluss des 18. Jahrhunderts und in Anschluss an Bartsch's Peintre-Graveur, an Robert-Dumesnil's und Prosper de Beaudicour's französischen Peintre-Graveur (Band 1) — Leipzig, 1872

Seite: 235
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JOST ÄMMAN.

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genden spielende und um einen in der Mitte stehenden
Baum tanzende Kinder, dann im dritten links eine
Bären-, rechts eine Hirschjagd, im unteren sechs Ge-
nien mit Fruchtgehängen. Ohne Zeichen.
81. Die Allegorie auf den Handel.
H. 32'" 5"', Br. 22" 4"'.
Diesem grossen, von BARTSCH No. 25 nur frag-
mentarisch beschriebenen, auf 6 Blätter abgedruckten
Holzschnitt liegt eine Erßndung des Rechnenmeisters
Joh. Neudörfer zu Grunde. Oben Merkur, der Gott der
Kaufleute, in der Rundung eines Spruchkranzes, zu
beiden Seiten davon die Wappen der vorzüglichsten
Handelsstädte mit ihren Namen und Angabe der Mes-
sen. Merkur hält eine Waage, unter deren Balken
steht Fortuna auf einer Kugel, welche auf dem auf
einer Säule liegenden Journalbuch ruht. Die reich-
verzierte Säule erhebt sich aus einem Brunnenbecken.
Bergwerke, das Geschäft und die Gefahren des Han-
dels zu Land und zu Wasser sind hinter dem Brunnen
und auf den Seiten vorgestellt. Im Hintergrund in
halber Höhe die Stadt Antwerpen an der See. In der
unteren Abtheilung ist das Geschaftsleben des Kauf-
manns zu Hause in seinen wechselnden Formen ver-
anschaulicht. Links unten auf einem Güterballen
J. Amman's Zeichen. Alle Inschriften, die in grosser
Anzahl angebracht sind, sind mit beweglichen Let-
tern gedruckt.
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