Andresen, Andreas
Der deutsche Peintre-Graveur oder die deutschen Maler als Kupferstecher: nach ihrem Leben und ihren Werken ; von dem letzten Drittel des 16. Jahrhunderts bis zum Schluss des 18. Jahrhunderts und in Anschluss an Bartsch's Peintre-Graveur, an Robert-Dumesnil's und Prosper de Beaudicour's französischen Peintre-Graveur (Band 1) — Leipzig, 1872

Seite: 240
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JOST ÄMMAN.

85. Die Würzburgische Stiftslehentafel 1592.
H. 3"2"', Br. l"lt"';dasganzeB[att 25"H"'h.,'t5"6"'br.
Sie enthält einen Holzschnitt, welcher ganz in
J. Amman's Geschmack gezeichnet und als zu seinem
Werk gehörend zu betrachten ist. Derselbe, oben in
der Mitte beßndlich, stellt den Bischof von Würzburg
vor, geharnischt und mit blankem Schwert in der
Rechten, aber mit der Bischofsmütze auf dem Kopf,
mit umgehangtem bischöflichen Mantel und mit dem
Krummstab in seiner Linken. Der Bischof sitzt in
einem verzierten Stuhl, zu seinen Füssen befindet sich
das Würzburgische Wappen. Eine oben einen Bogen
bildende architektonische Einfassung umgiebt die Fi-
gur, neben dem Bogen sitzt links und rechts ein
Engelchen, Ueber dem Stock, der sorgfältiger ge-
schnitten ist als die Wappenabbildungen der Lehen-
tafel, lesen wir in Typendruck: <7?dia.s- VOM G(%cs y??%-
zu a??d77c?dxop xa db'rmcAea, K.
Unter dem Stock: ddcy fupoh's/ida, jadica^ ea/c&.Shda.
Die Uebersclu ift der Tafel lautet : DErGc/c/dec/derao?*
7/crn?, vwd aoa?, Hdrd, 7cappca /a/d
vad b'ayc/7. Das Ganze,
auf 2 Bogen, ist von einer Buchdruckerverzierung
eingeschlosscn.
86. Allegorische Darstellung mit vier Wappen.
H. 4"6%"', Br. 2" )1%"'.
In einem Oval mit der Umschrift : oruvM pro LA-
noRE TVLi befindet sich in der Mitte ein Bischofsstab,
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