Testprojekt für Annotationen / Kommentare (intern) — 2015

Seite: dkd1898 206
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/annotationen_test/0010
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
206

Hans W Singer:

Majolika- Ge fasse.

THEO SCHMÜZ-BAUDISS—MÜNCHEN.

recht plumpe Formen. Bei meinem Weg-
gang habe ich mir dann eine überzählige
Lehrlingsscheibe mit nach München ge-
nommen und an den Winterabenden 96
auf 97 erst zu Hause das Freidrehen auf
der Scheibe richtig gelernt; wie Sie wohl
selbst wissen, gehört dazu viel Ausdauer und
lange Uebung zur Beherrschung des Materials.«

Bei deren ersten Ausstellung fanden die
Erzeugnisse allgemeine Beachtung und so
guten Absatz, dass der Künstler weitere
•Studien vergangenen Sommer bei dem Hafner
H. Krebs in Dinkelsbühl (Franken), der ihn

auch mit ('gleicher Liebenswürdigkeit auf-
nahm, machte. Nach München zurückgekehrt,
konnte er seine Arbeiten infolge der freund-
lichen Genehmigung des Direktors in der
Nymphenburger Königlichen Porzellananstalt
brennen, was für ihn von grossem Werth ist.

»Jede einzelne Arbeit ist Original und
existirt nur als einzelnes Exemplar, Wieder-
holungen unter sich oder gar nach fremden
Mustern sind ausgeschlossen. . . . Das Orna-
ment ist eingeschnitten und möglichst logisch
stilistisch der Form angepasst. Ornament
und Grundform sind stets von einander ab-
hängig. Bei den meisten bisherigen Erzeug-
nissen der Majolika- und Porzellan-Industrie

klebt das Ornament oft ähnlich einem Ab-
ziehbild gänzlich unlogisch an irgend einer
konventionellen Stelle der Grundform und
könnte ebenso unlogisch auf einem Dutzend
anderen existiren. Meine Motive suche ich

DFG

UNIVERSITÄTS-

BIBLIOTHEK

HEIDELBERG

http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/dkdl898/0014
© Universitätsbibliothek Heidelberg
loading ...