Anton, Hugo Saintine
Die Mysterien von Eleusis — Naumburg a. S., 1899

Seite: 38
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/anton1899/0052
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
Musen tragen seinen Namen als Ilisiaden und haben an
ihm einen Altar; oben auf den Höhen steht ein alter
Altai- des Poseidon. Es war also ein heiliger Bezirk,
und das Fest, so meinen einige, sei ursprünglich der De-
metertochter Persephone allein bestimmt gewesen. Etwas
mehr, einiges auch ausführlicher, wissen wir von der
Festfeier der Grossen Mysterien.

3. Die Grossen Mysterien.

Es war die erhebendste und die älteste Feier. Schon
vier Wochen vor ihrem Beginn gingen Boten von Eleusis
und von Athen aus zu den Nachbarstaaten, z. B. den Pho-
ciern, sagten das Fest auf den nächsten Vollmond an und
mit ihm den Mysterienfrieden, den Gottesfrieden, der von
dem Vollmond vor dem Mysterienmonat an gerechnet etwa
55 Tage währte. Diese Boten (onovdofpÖQOL) gehörten
adligen Geschlechtern an, dem der Eudanemen in Eleusis
und der Keryken, später auch dem der Eumolpiden in
Athen. Die Nachbarn folgten dem Rufe, es kamen Ge-
sandte (S-ecoQoi) z. B. aus Milet und brachten Opfer für ihre
Vaterstadt und für Athen, brachten Geschenke für die
Gottheit und zogen mit nach Eleusis. Auch einzelne Bürger
machten sich auf den Weg,43) namentlich wenn sie eine

%aQL8VTa yovv y.al ■/.ccQ'aQCi xcti diacpccvrj za vöätiu cpalvtrcti, nccl
tTuzrjÖEia KÖQcaq ncciCiLv tcuq ccvtr, mit Bezug- auf Oreithya, welche
an ihm spielend vom Boreas geraubt wurde.

43) Himerius Or. XI, 4:

Stvoi fit zivtg ocq(X "lcovsg, Itavcav tu tcqcotc:, tcov ogol sig
KoftQOv -Hai NrjXta bccvrcöv rd yivog avaßißä^ovai, nvq to (iv6tik6v
«ßi rrjv TtXtrrjv xijv Korr' 'Elbvclva noQ-rjonvtfg, r/xov A&rjvcc^. —
loading ...