Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Archäologie und Kunst — 1.1828,1

Seite: XXV
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haben, welches auch bie diesem beigefügte Bemerkung msi'-
nes scharfsinnigen Collegen bei diesem Museum, des Hos-
raths Hase vollkommen besrätigt.

Ein zweiter Abschnitt jedes Hcftes soll der archäologi-
schen Correspondenz und kurzcr bricflichen Vesprechung gewid-
met seyn. Da ich von mcinen Frcunden die Erlaubniß er-
halten hatte oder sie doch voraussctzen durste, sie bei ihren
schriftlichen Mittheilungen zu nennen: so glaubte ich auch
noch einen Schritt weiter gehn zu dürfen und die in den drei
gangbarsten Sprachen unsers allgemeinen Literaturverkehrs
geschriebenen Briefe in der Ursprache selbst geben zu kännen.
Denn welcher Alterthumöfreund nnter denen, die ich mir als
Leser und BefLrderer dieser Zeitschrist gern denken möchte,
ist nicht in unserm gelehrigen Deutschland auch der franzö-
flschen, -nglischen und italienischen Sprache in so weit Mei-
ster, daß er eine gedruckte Mittheilung über ihm geläu-
stge Eegenstände zu verstehen nicht die Geschicklichkeit oder
doch die dazu erforderlichen Hilfsmittel ganz in der Nähe
besäße? Der Kundige aber wird stetS das Original der
Uebersetzung vorzichn, weil uur in diesem sich die Meinung
und der Sinn dcs Schreibers ganz rein auspragt. Es
würde überflüssig seyn, hier jede einzelne Mitthcilung noch
einmal zn bevorworten. Bei einigcn habe ich dem Briefe
selbst eine kleine Einlcitung vorgesctzt. Dieß schien mir be-
sonders beim Briefe des würdigen Aufsehers des K. K.
Münz-Kabincts in Mailand, mcines vieljährigen Freundes
Gaetano Cataneo darum nöthig ;u seyn, weil dcr Gegen-
stand, den der Brief berührc, von der äußcrsten Wichtigkeit für
die Sicherstellung eines der wichtigsten Kunststudien, der alten
Münzkunde ist, die man schon längst mit Necht die Mutter
ber ganzen Archaologie geuannt hat, und den ihr in der
»euesten Zeit so dreist aufgcdrungcnen Betrug sehr ernsthaft
zur Sprache bringt. Möge waS hier nur im Allgemeinen
berührt wurde, die Aufmerksamkeit selbst der Negicrungen
erwerben, »nü da, wo dae Gesetz keinen Schutz gewähren
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