Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Archäologie und Kunst — 1.1828,1

Seite: 6
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Kunstfreunde gebracht hatte. Alle dicse Stücke 'mußten
vorzüglich hier ihren Platz sinden, um die Besitzer von der
Aechthcit ihrcr Stcine zu überzcugen, und um sie und an-
dere gcneigt zu Ankäufcn ähnlicher Kostbarkeiten zu ma-
cken. An das, was Seneca irgcndwo ^) bemerkt: rnrxs

alinck logrri, aliucl 8snl:irs: gnarwo trrr^irrs, rrlirrcl 8cri-
lrsro, irlirrrl sentirs! — ward Nlcht gcdacht.

Nach Stosch bemühete sich Vettori die Rcihe der von
diesem, seinem Dorgänger gcsammleten Steine mit den
Namen der Künstler, meistcns nur aus Gori's frühcrn
Schriften, zu vervollständigen ^), wobei er nicht untcrließ,
einige dieser Steine, als aus Betrug entstandene, zu vcr-
werfen, ob schon die zwei von ihm gelicferten Gemmen,
dercn Bekanntmachung der eigentliche Zweck scines Buches
gewcscn zu sein scheint, dieselbe Rüge verdient hatten.
Bettori's Schrift ist in Deutschland vorncmlich durch dke
Aufmcrksamkeit, wclche Lessi'ng ihr schenkte^), bekannt
worden.

Mariette gab einige Jahre darauf sekne reichhaltkge
Abhandlung über die Gemmen der Alten heraus ^), worin-
nen er die von Stofch aufgeführten alten Steinschneidcr
nicht einzeln durchgeht oder erwähnt. Nur beiläusig ge-
denkt er eincr kleinen Anzahl ihrer Werke. Obglcich in
einigcn Thei'len der neuen Kunst mehr, als in der Kennt-
niß dcs Altcrthums erfahren, hat dieser verdiente Schrift-
steller sci'nen Gegenstand dcnnoch mit vieler Einsicht und
Geschmack behandelt. Nur bedauert man, daß cr großcs
Lob, theils an viele der unten beurtheilten Gcmmen, die

r) I'chisc. XXIV. §. rg. ^>. I I6. Hrrlrlr,

2) Viccorii Uill. 6l)'^togr. Hunr. i7Z9. 4- c. II. ^>. Z—9.
Z) Kollektan. zur Liter. I.B. S. 271 —292.

4) IVIarictte, 'l'raite llcs l^iorr. Orav. I?ar. 1760. b'ol.

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