Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Archäologie und Kunst — 1.1828,1

Seite: 12
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merkungen vcrsah. Aber wie wenig Werth dicse Arbeit
des Visconti besaß, wie sehr sich Millin hier tauschte,
wird der Vcrfolg dieser Untersuchung lehren. Auch wird
sich ergeben, daß Visconti's Aufsatz eben so fehlerhaft, als
sei'n oben erwahntes Künstlcr-Verzeichniß in der Vorrede
zu Dehn's Schwefeln, und noch mit neuen Jrrthümern
vermehrt ist. Es wird sich crgcbcn, daß Millin's und
Visconti's verschiedene Zcitaltcr der Steinschneidekunst,
mornach sie die Künstlcr geordnct, völlig unbrauchbar und
nichtssagend sind. Denn aus dcm Zeitaller vor Alexander
dem Großen streiche ich sämmtliche dahin gercchnete Gem-
men des Heius, des Phrygillus und des Thamyras, den
sie unrichtig Lhamyrus nennen, weg, wcil die der beiden
ersten als offenbar unachte Steine nicht zulassig sind, und
weil die Gemme des dritten, wenn sie auch ächt wäre,
durchaus nichts besizt, was sie in diese Zeit zu setzen ver-
anlasscn könnte. Den Zeitraum zwischen Alexander und
Augustus füllt Visconti mit sieben Gemmen aus, die in
ihm geschnittcn sein sollen, von denen sechs neue betrug-
volle Arbeiten si'nd, die cine aber eben so gut wo anders,
als hieher gesezt werden kann. Dasselbe gilt von den üb-
rigen Zeitabschnitten, wie die Folge meincr Bcmerkungen
zur Genüge lehren wird. Auch srage ich, warum ließ
Milli'n auf Visconti's Rath das so deutlich in den Denk-
mälern bezeichnete frühste Alter dcr Stcinschneidekunst hin-

(Visconti) a eu la bondä lls m'sclrosssr grlslgrlos obsor'-
vadions drös iin^orLanLos snr niori InLrollncLion ä I'üLn-
üo clss ^iorros Aravsss. snHrago äonL il n Iionorö
ooL ossai osL nn clo oonx, gni ^onvoionL 1o ^>Ins ino
IlaLLor, od 1a IionLo, «^n'il n on clo s'on occn^ior c^nol^
c^nos insLans, ost zionr nioi cl'nn ^irix inlini. MilllNS

Buch hat dadurch leider nichts gewonnen.
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