Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Archäologie und Kunst — 1.1828,1

Seite: 22
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Gemmen keine Künstlernmncn sind, sondern daß diesen vor-
geblichcn Ncunen cine gcinz vcrschiedcne Bedeutung gegcbcn
werden muß. Da nun aber in unscrer Untersuchung dicscr
Beweis gerade derjenige ist, der ani lcichtesten zu führen
war, und der aus der Folge der übrigen Abschnitte gcnom-
men, nichts von seiner Deutlichkeit verlicrt, was in Hin-
stcht bcr Bcmerkungcn übcr die dcm Dioscorides und So-
lon zugeschriebencn Gemmen und der übrigen Abtheilungcn
rneincr Schrift nicht immcr dcr Fall sein kann, wcil man-
chcs in vorhergchcndcn odcr nachfolgenden Abschnitten ge-
sagte, mchr als eine der einzclnen Untersuchungcn erlau-
tcrt, aber nicht jcdcsmal wiedcrholt wcrden konnte: so
möge jener Theil dcs Ganzen hier seine Stelle st'nden.

Die Aufschriften der Gemmcn, wclche man mit Un-
recht für Namen der Künstlcr gehaltcn hat, lassen sich in
folgcnde Unterabtheilungen zusammenfassen, und gehörcn zu
einer von ihnen. Sie enthalten:

1) Den Namen der vorgestelltcn Sache.

2) Eincn an das Vorgestellte gerichteten Zuruf.

3) Den Namcn dcssen, der die Gemme in eincni Tem-

pel geweihet.

4) Dcn Namen des Besitzers dcr Gemme.

3) Jnschriften, dcrcn Bedeutung nicht zu bcstimmcn,
die aber eher alles andere, als den Namen dcs
Künstlers anzeigen.

Gemmen mit dem Namen der vorgestellten Sachc.

Wie manche andere Denkmaler der Kunst, liefern
cini'ge Gcmmcn dcn Namcn dcr vorgcstcllten Sachc. Dic
Werke dcs frühcsten Stples dcr gricchischcn Künstler waren
stcts mit svlchen Anzeigcn vcrfchen. Gemalte Gefaße aus
einer Zeit, die st'ch jenem entfernten Alterthume nahert,
tragen immcr die Nameii ihrer Vorstcllungcn, und cs ist
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