Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Archäologie und Kunst — 1.1828,1

Seite: 47
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archaeologieundkunst1828_1/0079
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
47

dem Namen des 6. 8i^iVl> '), der, sttze ich hinzu,
nicht dcn Steinschncider anzeigt, sondern auf dcn dasselbe
anzuwenden, was von der Maske dcs Apsalos gesagt wor-
den. Millin und Visconti nahmen den Apsalos als ächt
und bewährt in ihr Vcrzeichniß dcr Stcinschneidcr auf -).
Jedoch bcmerkt lcztcrer dabei, 7IL sti nicht richtig geschrie-
bcn zu ciner Zeit, wo man das ^ kannte; er lest daher
und dcr Steinschneider heiße nicht Apsalus
sondern Apcllus. Allein wie ost kommen auf den alten
Schrifttafcln Abweichungen aller Art von dcr gewöhnli-
chen Schreibart vor! Licße man aber auch die ganz un-
nöthige und willkührliche Veranderung des 2IL in 2IL gel-
ten, so würde die Schrift auf dem Steine nicht ^2IL^02^,
sondern sonderbar genug ^W^OA' lauten. Denn wenn
in sehr kleiner Schrift das ^2 zuweilen die Gestalt eines ^2
hat, da wegen dcr Kleinheit der Querstrich nicht so lcicht
angebracht werdcn kann und man daher zuweilen ^ für
lesen darf; so folgt daraus doch nicht, daß man in größc-
rer Schrift das in verwandeln dürfe. Wäre diests
erlaubt, so würde man alles aus den alten Jnschriften
machen,' und darauf die neuesten Zeitbegebnisse lescn kön-
nen. Auch müßte, nach Visconti's Veränderung dcr Schrift,
der Mann nicht Apcllus, sondern Apelles odcr Apellas heißen.

Die Zusammensetzung von zwei männlichen und einer
weiblichen Maske nebst einem Elephantenrüssel und der
Beischrift ^27^21/0102" hat manchcrlei Auslegungen

1) D. 0. x. i45. uot. 7. tav. llßA. XV. uo. 2. Has^6,
no. 3645-

2) Introänod. L I'Ltuäo äos I. Or. 74.

Z) Olilllot. 8ocr<tt:. sivs ä6 66rllM. oi. IiriLA. cool. tad.

IV. I. 15. x. 26 — 29.

äo Xl6xlmnl:. v. LallengrL llres. ^rit.
1o. III. x. 89.
loading ...