Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Archäologie und Kunst — 1.1828,1

Seite: 48
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ersahrcn. Chiflet glaubte, die Schrift enthalte ei'ncn Wahl-
fpruch, den er coullclondei oder LUUI lläu.c!a übcrsezte.
Cuper, der diese Gemme von neuem herausgegeben hatte,
Stosch und Klotz fandcn dari'n dcn Namcn des Künstlcrs
Euelpistos.' Daß Bracci, der doch nicht lei'cht den Namcn
eines Steinschneiders entwischen laßt, in diesem Namcn kei:
nen Künstler fand, ist auffallend. Lessing und Murr hal-
ten das Wort sür den Namen des Künstlers, lczterer giebt
aber auch dem Bracci Recht, dcr kcineir Künstler darin
sindct, beschuldi'gt ihn aber mit Unrccht behauptet zu ha-
bcn, die Jnschrift sei neuer Zusatz. Jnzwischen lci'dct es
keinen Zweifel, daß diese Gemme den Namen ihres Besi-
tzers Euclpistos tragt.

Jnschriftcn, dcrcn Bedeutung nicht zu bestimmen, die
aber eher allcs anderc als den Namen des
Künstlers anzeigen.

Endlich trift man auf Gcmmen Jnschriften an, di'e
zwar durchaus nicht für Namcn der Künstler, wofür mau
sie halt, angesehen werdcn können, dcren Bedeutung aber
nicht mit Sicherheit angegcbcn wcrden kann.

i) Auf cinem sehr schönen Stcine der vormaligen
Riccardischen Sammlung zu Florcnz, dcn ich vor cinigcn
Jahrcn in dcr vvrtrcflichen Sammlung des Duc de Bla-
cas in Rom sah, erblickt man den Kopf eincs jugendlichen
Manncs mit kurzem hervorsprossendcn Barte, das Haar
mit ciner Bindc odcr Diadem gcschmückt. Das Gesicht
hat kcine Achnlichkeit mit dem Könige von Lhrakien Nhö-

Ltosckc Oemm. 4.

Klotz, üb. den Nutz. gsschn. Steine; S. Z?—38.
ÜraLLi, I. I'rask. ^>. XVIII.

Lessingü Koll-ktan. I. B. S. 276 — 277-
IVIurr, Lrbllotli. DaLt)ck. 75.
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