Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Archäologie und Kunst — 1.1828,1

Seite: 50
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wcnig cin Eigcnnamc cils I-ckmoros gewescn sci'n kann,
oder als Ilrsr, KsucLr oder Hrl«. Die Schrift unscrcr
Gemmc kann auf verschiedcne Weise gelesen wcrden; ent-
weder und oder und

und mag entweder dcn Crgcnnamen dcs Bcsitzers, der zu-
glci'ch der Vorgestellte sein konnte, nedst dcm des Vaters
oder auch dcm des Geburtsortes oder dcs Landes, dem er
angchörte, enkhalten. Die Arbcit dicses Bildnisses ist äu-
ßcrst zart und gcschmackvoll, granzt abcr, was das Gesicht
Letrifft, etwas ans Trockene, aber die Haare sind vor-
treflich ausgcführt. Bracci sagt dcm Gori nach, dcr Stein,
dcr übrigcns unten von dcr Fassung bedcckt ist, sei em
schwarzer Iaspis, allein es scheint vielmehr ein dunkeler
Sard zu sein.

Ein Carneol in dcr Sammlung des Großhcrzogs von
Florcnz, auf dem der Kopf eincs jungen Rvmers, an dcs-
sen Sciten zwei Zeichen, jedes aus mchrcrn Buchstaben
bcstehend, geschnitten, welchs man I?OL. liest und

sie als den Namcn VnlLrlris kolllloola dcutct'), hat ebcn
so vicl Rccht als jcner Sard, mit dcm lächcrlichen Namen
Amphoteros, unter die Gcmmen mit den Namcn der Künst-
ler aufgenommcn zu wcrden.

2) Jn den bis jezt gedrucktcn Vcrzeichnissen dcr alten
Stei'nschncider fängt Admon die Ncihe an. Ein üblcs Vor-
bedeutungszcichen, das wenig für die ihm nachfolgenden
Namcn verspricht! Man hatte dicsen Namcn aus einem
Carneole gefunden, der nach mancherlei Wechsel dcr Besi-
tzcr in die Sammlung des Duc von Marlborough gelangt
sein soll'). Es scheint aber ungcwiß zu scin, ob dieser

1) A-Irrs. Vlor. I. 42, n. Lipp. II. 466- S. 142.

Ilas^e, no. 10941. i>. 622.

2) Ldosoli, I. i>. 2Z. Lipp. I. 229, Draooi, I. cav. I.

Has^o, no, 5920. >VorII(lAo's Oollaol:. ol 6oms, 11.
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