Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Archäologie und Kunst — 1.1828,1

Seite: 54
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schrcibrmg der genaiintcn Sammlung'), in der Gcschichte
der Kunst^) und in seinen alten Denkmälern ^) mi't sehr
übertn'ebenen Lobsprüchen. Da uutcr dcr Drust die gro-
ßcn und groben Buchstaben MIG stchen, die Bracci so
wie Stosch und Winkclmann für dcn abgekürztcn Namen
des Künstlcrs annahm, so übergieng auch er den Stein in
seiner Sammlung nicht und erklärte ihn sür das Werk
eines Steinschneidcrs Mithridates ^). Millin und Visconti
zwciftlten kcinen Augenblick an der Acchtheit dicfts schon
auf den ersten Blick verdächtigen Steines, waren vcrsichert,
daß die drei Buchstaben cinen Stcinschncidcr Mithranes
oder Mithridates anzeigcn, und tkeiltcn dabei noch einige
Bemerkungen darübcr mit ^). Wäre diefts Stück alt und
kcin neues betrugvolles Machwerk, so würden die drei
Buchstaben, so wie wir st'e jezt sehen, dcn Namen des
Bcst'tzcrs, vielleicht aber auch den des Pftrdes selbst. anzci-
gen könncn, aber itie den Namen des Steinschnciders.
Alte Jnschriften mit dem Namen und dem Vaterlande sehr
vieler Pftrdc, welche in den Spielcn gesi'cgt hattcn ^), bewei-
sen, wie sehr st'e geachtct wurden. Jnzwischen als ich in
den Jahren 1817 und iy das Vcrgnügen hatte, das Merk-
würdigste der königlichcn Sammlung in Berlin zu bctrach-
ten, fand ich, daß diefts viel gcrühmte Stück kcin Carne-

manii's Defchrcibung dcr Stvschischen Sammlung fiu<
det man eine Kupftrtafel von diesem Slücke.

r) Descr. llri oab>. äs Ltosoli; 543- no. i.

2) Gesch. der Kunst, V- Buch, S. 241. u. 427. IV.
Band der Meycrsch. AuSg.

Z) Alonnin. ioocl. ^>. 2Zg.

4) I'raoci, II. 84-

5) Introä. P. ?2.

H) Lpon sl: 4VIieIsr Vo^aAs; ll?c>. I. x. rc>. st Z24
— 325.

Die lange Jnschrift ist auS den Handschriften des
Pcireft genommen.
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