Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Archäologie und Kunst — 1.1828,1

Seite: 77
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dig machen. Jn der andern Stelle : 6oIIir ZHaris (wie

man schreiben muß) ssxkieexs in vicc» insdsiaiio SUIIIMO,
üxnll anrLciiliim: asäiüciiim solum SLt, ist der vicos

IiiLtsIaniis cben sa unbcbannt wie da§ aiirsculiim: wosür
ouAiiraciiliim zu schreiben wenig rathsam ist, da das Aui
guraculum auf der Arx schr weit von der Gegend entfernt
licgt, von dcr hier die Rede ist. ^eäiücinm soliim sso
schcint zu bedcuten, daß blos dics 8acrLriiim ein Gebäude
sey; doch befrcmdet Ausdruck und Wortstellung.

Jndem ich die Hoffnung hege, daß nach diescn Ver-
befferungen cin nchtiges Verstandniß des altcn Verzei'chnis-
ses und eine genauere Benutzung dessclben für di'e Topo-
graphie Noms, als bisher stattgefunden, möglich sein wer-
de: sche ich doch zugleich, daß diese Benutzung nicht ohne
eine Analyse der ganzen Stelle des Varro vor fich gehir
kann, aus deren Zusammenhang auch hervorgehn muß,
warum der Schriftsteller von sicben und zwanzig sacris
^rßsorum nur gerade diese zwölf nahmhaft macht, und
viclleicht zum Lheil crrathen werden kann, welchcr Art die
übrigen Angaben waren. Jch sühre daher meinen Lesern
die ganze Stelle bald übersetzend, bald umschrcibend, bald
commentirend, wie cs grade nöthig ist, vor: indem ich
die crforderlichen Verbesserungen und Ergänzungen (denn
die Zahl der Lücken ist Legion) unter dcm Text anzeige.

„Wo jctzt Nom ist) war ehemals das Septimonti-
um'), welches von der angegebnen Zahl von Bergen den

i) läbi ininc ssd Ü.0M3, (olim erar) 8s^>timon-
tium, nominatnm ali tot montilins, hieß wohl der Tcxt,
ehe er durch Verwechselung vou Blätteru beim Diuden des
Urcodcx, uud durch die Moktcu uud Schaben, die diese»
zerfressen haben, so entstellt wurde.
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