Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Archäologie und Kunst — 1.1828,1

Seite: 79
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wei'l hier der gcmeinsame Dianen-Tempel der Latiner ge-
baut wurde. Jch glaube am chesten: sb aclvLceu, vom
Heranfahren; denn ehemals war der Lcrg durch Sümpfe
von den andcrn geschieden, und man fuhr daher von der
Stadt auf Flößen dahin. Spuren davon sind, daß so-
wohl die Gegend, wo man damals überfuhr, jetzt noch
Vslabrnnr heißt, als auch der Fleck, von wo man am
untern Ende der l^ova via ans Land stieg, das sacsllimi
Vslabriiiii ^). Velabriiiii nämlich a velisiiäo. Auch jctzt
sagt man velarnrani kocsre noch von denen, dl'e cs für
Lohn (iriercsüe) thun. IVIsrces kommt (beiläusig bemerkt)
von lliersre und aos. Der Fährlohn dafür war cin Qua-
drans, daher Lucilius sagt: (^iiüär-mris raüri, weil man
raribns, auf Flößen, übersetzte -)."

„Die übrigcn Gegenden der Stadt waren ehemals
von diesen getrcnnt, als man die ^Vrgsornm sacraria an
siebcn und zwanzig verschiedene Punkte der Stadt legte 2).
Argeer aber, meint man, hcißen diese von den Anführern,
die mit dcm Argiver Hercules nach Rom kamen und sich
in Saturnia niederli'eßen."

So glaub' ich und nicht anders muß man diese Stelle
vcrstchn, in der nur davon die Rede ist, daß der Aventi-
nus, der außerhalb des Auguralbezirks, des komooriimi,

1) gnoü 6r giia tnm (voliobsiiriir, ediaiii
iiiiiic) üioitiir Vslaliriim, ot, imclo osconclslianr, acl
inkiimam novani viaiu, (vergl. VI, 5 2oZ Sp.) locns
sacollnm Velalirnin.

2) Ilnio voccura gnaclrans; ali 00 Imoilins scri^sid:
t)ua<1r.'intis ratiti, gni:i radilins transiliane. So Mllß MON
wohl die lehren Worcc vcrsehen, wcnn man sie nichc ganz
.streichen will.

2) 2ch ziehe die Lesart cnm - snnr clisziositn unbe-
denklich der anderu, wiewohl diplomatisch bcsscr bcgrsindeteu:
cnm - sinL üisx., vor.
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