Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Archäologie und Kunst — 1.1828,1

Seite: 81
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(welche nach den Hauptstellcn des Lkvius und Festus') sich
vom Erquilin aus durch das Lhal zwischen Cälius und
Palatin in der Richtung nach dcr xorea Laxsna crstrcck-
ten) „und untcr ihncn der Ort, der Ceroliensis hicß, wie
daraus erhellt, daß das vierte Sacrarium dcr crsten Re-
gion so bezeichnet ist:

Ceroliensis, Viertes Sacrarium, in der
Nahe des Minerven-Tempels, wo vom
Berge Calius der Pfad nach der Taber-
nola geht."

(Der Minerventempel lag namlich nach Ovid „Da
wo der Cälische Bcrg von der Höhe zur Ebue hcrabsteigt,
Wo zwar der Wcg noch nicht flach, aber allmälig sich
flacht." Die Tabernola kann schwerlich wo anders gesucht
wcrdcn, als in odcr bei dem rlcinen Thale zwischen dem
Cälius und dem sich östli'ch anschließenden Cäliolus, da
sie am Cälius, und wie man aus dem folgenden sieht, dem
Oppius gegenübcr lag.) „Der Ceroliensi's erhi'clt von der
Bcrbindung mit den Carincn den Namcn Carina, dann
Cerolia'), wcil hicr, nämlich beim Sacellum dcr Stre-
Nl'a, der obre Änsang der 8scra via ist (oricur ca^>nt).
Diese Straße dehnt si'ch nach der Arx aus, auf ihr werden
alle Monate Opfer nach dcr Arx gcbracht, und durch si'e
gchen bei dcr Jnauguration die von der Arx herabkommen-
den Augures. Das Vvlk kennt gemeiniglich nur den Theil
dicscr Lscra via, wclcher an dcr ersten Höhe, wcnn man
vom Forum kommt, cmporstcigt, grras esk 2 l?c>rc> eunri xri-

zwischcn cnm Laslio conjnncrrmr und Larinae, welche die
Znterpolatorcn durch conjnncdas zu versteckcn suchten.
r) s. v. Lc^tiinontio.

-) 2ch folgc hicr Turncbus, obgleich ich gcstehen muß,
daß auch so Varro's Etymologie und ganze Anstcht scltsam
ist. Der Mann gewöhnt uns indcß an das Allcrseltsamste.
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