Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Archäologie und Kunst — 1.1828,1

Seite: 84
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der Exquilinischen Regkon beim Wicus Patricius lag) „ und
der Iuno Lucina besindct, deren Ausdehnung ftcilich gc-
ring ist: kein Wunder, denn schon lange hat in unfter
Zeit die Habsucht überall Platz crgriffcn. Die Exquilien
nahm man sür zwei Berge, indcm ein Thcil derselben auch
jetzt noch bei gottesdienstlichen Gcbräuchcn mit seincm alten
Namen Oss^sus m»ns genannt wird. Jn den saorls
ßsorum steht so geschricben:

Oppischer Berg, ErstesSacrariuminden
ExquilieN, hinter hcm luorrs HaorrLLlIs;
links davon läuft die Straße längs der
Mauer *)."

Die Mauer ist hier offenbar die Servianrsche, wel-
che längs des Ostabhangcs der Exquilien läust; in dersel-
ben Richtung ging also eine Straße; rechts von di'cser, d.
h. zwischen der Straße und der Maucr, lag das Lacrarl-
rrin. Da dl'e Pontisices bei ihrsm Umgange eben von dcr
Subura her kommen: so nähern sie si'ch dem Exquilin von
der Südseite. Hicdurch ist die Lage des Sacrarium hin-
länglich bestimmt. Auch der lrrcrrs 5a§rrra1Is erhält dadurch
seinen Platz, am Südabhange der Exquilien, in der Nähe
der Stadtmauer. Solinus crwähnt cbenfalls dcn Incus La-
Arrkalls auf den Exquilien^). Dabei war cin sacsllrriir
7»vls k-rArrcalls b) ; dke ganze Gegend hieß Ha^utal ^).

„Oppischer Berg, Drittes Sacrarium, vor
dem Exquilinischen Haine; rechts geht
der Weg nach der Tabernola. "

1) Oben S. 74- Anm. r.

2) I, 26- silsc^rrllris srr^ira cllvrrrir krrllluirr all ixa^ri-
talsiu lucuru. Auch Nufus und Victor fttzen ihn itt die
fünste Negion.

Z) Varro V, Z2 x. 1Z2 Sp.

4) Vgl. Niebuhr N. G- ». S. 4ox. (1627.)
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