Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Archäologie und Kunst — 1.1828,1

Seite: 85
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archaeologieundkunst1828_1/0117
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
facsimile
85

Dieser Punkt ist durch die obige Festsetzung der Ta-
bernola auch schon einigermaßen bestimmt: der Exquilini-
sche Hain trifft gegcn die Mitte des Bergcs, welch'es durch
das Folgende bcstätigt wird.

„OppischerBerg, ViertesSacrarium, vor
dem Exquilinischen Haine; rechts geht
der Weg nach den Tö p serw er kstätte n. "

Die Töpferwerkstätten lagcn aä inrnmum Liremn,
das beißt, bci dcn iVIsd-rs des Clrcus'), am Südwest-
Ende des Thales zwischcn Cälius und Palatin; dahin al-
so lief, durch das erwähnte Thal, eine Straße von der
Westscite des Exquilin, an deren linker Seite auf dem
Oppischcn Berge das vierte Sacrarium lag.

„ Cespischer Berg, Fünftes Sacrarium,
vor dem Pötelischen Haine,.... die Stra-
ße nach den Exquilinischen.... "

Man wciß aus Varro, daß der Exquilin ehemals in
zwet Berge, Oppius und Ceipeus (Rasenberg?) getheilt
wurde, und nur von diesen beiden kann hier die Rede
sein, daher cin mous 8spriinins hier völlig unstatthaft ist.
Der Oppius ist nun deutlich die Südseite der Exquilicn,
nber den Carincn, nach Festus s. v. 8sxüinovrio; dcr
Name Cespeus blcibt also für die Nordseite; darunter lag
nach Festus der Vicus Patricius. Ueber dem Vicus Pa-
tricius war, wie man aus Fcstus abnimmt, das Haus des
Servius gcbaut; dies lag aber so, daß wenn man vom
Forum den Cyprius Vicus hinauffuhr, man rechts den

i) Varro V, Z2. ^I. l54 Sp.: Indnmus ciraus

lVlnrciin vocadris, rrt ?rooiliiis ajebat al> urcsis, gnoä is
looos esssr iriLer ligolos. Vgl. Appulcj. iVled.iiri. VI-
12Z. Di^». conveniav retro ruetLS iVlrircias Qlsrsriririin
^rascliLLtoreni.
loading ...