Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Archäologie und Kunst — 1.1828,1

Seite: 86
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Urbius Clivus hinanlenken mußte um dahkn zu gelangen'),
Der Bicus Cyprius ging nun aber vom Forum nach dcm
Lhale zwischen Palatin und Exquilin; er hing durch eine
Gasse mit den höhcr liegenden Carinen zusammen^). Ser-
vius wohnt also auf der Seite des Exquilin, welche gegen
den Palatin gerichtet ist, nordwärts von da, scheint es,
erstreckt sich der Ccspische Berg, und darunter dcr Vicus
Patricius. Dcn Pötelischen Hain kann man blos nach
dieser Stelle ungefähr ansctzen, da alle andern Angabcn
über ihn mißlich sind.

„Cespischer Berg, Sechstes Sacrarium,
beim Tempel der Juno Lucina, wo der
Küster zu wohnen pflegt. "

Dieser Tempel lag unter dem Exquilinischen Berge,
wie Ovid angiebt^). Eine nahere Bestimmung ist viel-
leicht möglich, wenn man auf die Folge der Sacrarien
Rücksicht nimmt. Man sieht deutlich, daß die Priester,
von der Subura herüberkommend, zucrst nach dem östlich-
sten Theile des Oppischen Bcrges gingcn, si'ch von da
westwärts wandten, so daß si'e der Tabernola und dem
Thale zwischen Cälius und Palatin gcgenübcr zu stehen
kamen, und alsdann nordwärts nach dem Cespischen Berge
gingen. Da diese Richtung ihrcs Wcges im Allgemcincn
durch die Verglcichung der Sacrarien i. Z. 4. Z. gewon-
nen wird, so läßt sich nun auch das Verhältniß von Z zu
6 näher bcstimmen; das fünfte muß namlich dem Cyprius
Vicus und den benachbarten Gegenden nähcr, das scchste

1) Livius I, 43. Vgl. Solin I, 2Z. Varro V/ 32
x. rZ9.

2) Dionys. III, 22.

3) lasr. II, 435. III, 24Z.

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