Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Archäologie und Kunst — 1.1828,1

Seite: 87
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wei'ter davon hinweg, also wohl mehr nach Nordosten gele-
gen haben.

Jm Allgemeinen ist noch über die Sacrarien dieser
Negion zu bemerken, daß Varro offenbar alle nennen
will, in denen die Namen Oppius und Cespeus Mons vor-
kamen. Wcnn er das zweite und vielleicht das sicbente
ausläßt, muß man schließen, daß diese nicht auf den bei-
den Bergcn lagen. Dagegen hat ein gewissenloser Jntcr-
polator dem Varro durch Hinzufügung des zweiten zu hcl-
fen gesucht, und die Worte eingeschoben: Oxxius mons
bioszisos sim^lex, welche in allen guten Handschriften,
der Florentiner, Kopenhagncr, den drei Parisern, fehlen,
und in mehrfachcr Hinsicht die Albernheit deffen, der sie
einschob, kund thun.

Wir gehcn zur dritten Region über, welche die
Nömer OollinL nannten. Es war namlich ein stehender
Sprachgebrauch in Rom, den wir auch jetzt nicht vcrnach-
laßigen sollten, zwar von einem mous lalarinos, ^ven-
riEs, Laolius, 0^>^>iu5, Les^eus, abcr dagegen nur
von einem oollis tzuirioalis und Viininalis zu sprechen.
So Varro in unsrcr Stelle, Ciccro'), Livius^), Plini-
us, Quintilian, und, so viel ich sinde, alle g-naucn
Schrkststcllcr. Dcr Hauptgrund war, wie man aus Var-
ro's Auscinandersetzung sieht, daß man den Quirinal ur-
sprünglich in eine Reihe ei'nzelner Hügel zu zerlegen ge-
wohnt war, die zu klein warcn, um inoiwes heißen zu
können. Es ist daher auch deutlich, daß, wcnn von einem
se^timoiiriuin die Rede ist, diese collss eigentlich nicht
mitgezählt wurden. Varro, der nach dem Zusammcnhange

r) llo IV. I?. II, 6 wird der (^uiriiialis nur, wcil er
mit dem LsHiiilimiz zusammengcfaßc wird, mons geuannt.
2) Nur I, 4Z spricht er von cinem collis Lsguiliiiiius.
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