Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Archäologie und Kunst — 1.1828,1

Seite: 89
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hellt aus den LacrillLÜs ^rgsorom, !N denen so geschrke-
ben stcht:"

Dcr Zusnmmenhang beweist, daß die nun folgenden vicr
Hügel, mit den Sacrarien Nc>. Z. 4. 5. 6., alle spater zum
Quirinal gercchnet wurden, indem sie Varro nur anführt, um
zu zeigen, daß man den Quirinal ehemals für mehrere Hü-
gel nahm. Dcr Viminal dagegen galt nur sür cinen Hü-
gel- Gewiß kam auch dieser in dcn socrarüs ^r^ooroiQ
vor, und wahrscheinlich lag von den beiden nicht nahmhaft
gemachten Heiligthümcrn, i>so. i und 2, wcnigstens eins
daselbst, bcsondcrs da der Weg vom Cespischen Berge nach
dem Quirinal über den Viminal führen konnte.

„QuirinalischerHügel, Drittes Sacrari-
um, vor dcm Tempel des Quirinus."

Es leidct kaum einen Zweifel, daß di'e am meisten
hervortrctende, dem Capitol gegenüberstehende Spitze dcr
Hügclreihe zuerst den Namen Quirinal trug, und ihn dann
dcm Ganzen mittheilte; hier muß das Sacrarium, wciter-
hin der Tempcl, der häusig vorkommt, gelegen haben.

„Salutarischer Hügel, Viertes Sacrari-
um, gegenüber dem Apollo-Heiligthum,
vor dem Tempel der Salus."

Der Tempel des Apollo und der Clatra war freilich
wohl jünger als das Apollo - Heiligthum auf den Flamini-
schen Wiescn; doch kann AskoniuS*) nicht Necht haben,
daß dies noch zu Cicero's Zeit das einzige in Rom gewe-
sen sei; denn wer hätte wohl in der Kaiserzcit der ganz
obscuren (sonst nur auf dem bekannten Denkmale mit der
Jnschrift I,sr^irior Lanürxior u. s, w. vorkommcnden)

1) ilr Liosr. Or. in toZa caniliäa x. 453 bei Zao»
Oronov.
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