Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Archäologie und Kunst — 1.1828,1

Seite: 139
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kassirillsv! äi Uorna Ml'tgekbeilt hat '). Sl't
scheint der auf dem Dresdner Candelaberfuße noch ahnlicher
zu seyn, alS die von Cerigo, insoweit man der Abbildung
bey Paciaudi trauen darf. Aber sie ist noch übler zu-
gerichtet als diese- denn ihre ganze untere Halfte, von
den Schcnkeln des Herakles an bis gleich unter den Knien
des Apoll, ist von neuer Hand und schlecht erganzt

Ein viertes Anaglypb entdeckte Zoega in Velletrk,
wo es in die Mauer eines Bürgerhauses eingelassen war.
Sein einziger Unterschied von dem Dresdner und Nani-
schen scheint darin zu bestehn, daß die angcbliche Cortina
mit eincm Teppich von franzenartiger Einfassung (vielleicht
den Exuvien des Pythischen Drachen) verdeckt ist. Zoega
lobt die Arbeit ^): aber eine Abbildung hat er nicht ge-
geben, und es scheint eine solchs überall noch nicht vor-
handen zu seyn.

Denselbcn Moment der Handlung, jedoch mit etwas
veränderter Umgebung, gewahren wir auf eincm zweyten
Anaglyph der Albanischen Dilla von Pcntelischem Marmor,
das aber unter Napoleon in das Pariser Museum kam,
und von Piroli gestochcn in dem Kupferwcrke dcr Brü-
der Piranesi mit Erklärungen von Petit Radel be-
kannt gemacht wurde ^). Die Gestalten der beyden Strei«

1) 2osga bassiril. 1. II. tav. 66- x. 9g. fg.

2) Um so mehr ist eS zu misbilligen, daß der sonst
so kunstsmntge Horner in seinen Bildern des Griech. Al-
terth. Heft i — Z. Taf. 12. grade diese Abbildung anstatt
Les Dresdner Marmors oder des Vasengcmahldee bey M i l-
ltngen ausgewählt hat.

Z) 2oaga bassiril. 1?. II. 99.

4) kiranesi IVInsöe Naxoloon. 9?. II. xl. 35-

V- 77-
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