Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Archäologie und Kunst — 1.1828,1

Seite: 151
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auf zahlreichen Vasengemählden noch jetzt wahrnehmen.
Auch die Verglcichung der Form des Euxinischen Meercs
mit einem Dogen bei Dionysios dcm Periegeten ')
läßt sich nur so begreifen, wenn wir die Südküste am Vor-
gebirg Karambis hin als die grad gespannte Schnur be-
trachten, während die Nordküste von Ost und Wcst aufge-
rundet durch die in der Mitte meereinwärts vorspringcnde
Taurische Halbinsel den Einbug erhält, der dem Bogen des
Heraklcs mit dcm Sigma gcmein ist. Daß aber diese Form
des Sigma, nicht die halbmondähnli'che, die ursprüngliche
und älteste war, ist schon von Spanhcim ^), Ehis-
hull ^) und Villoison ^) gegen Potter ^) und an-
dre erinnert worden, und sowohl Münzen aus den frühe-
sten Zeitcn Großgriechenlands ^), als auch die ältesten
Steinschriften bei Böckh ^), auf wclchen allcn das Sigma
vhne Ausnahme die Gestalt eines großen griechi'schen oder
lateinischen V/ hat, geben unwidersprechlichc Bcweise dafür.

1) Oiony-S. I?6ri6A. xZ6. »st.

2) 8^iauli6iu. cke ^r36staut. nrun. 1. I.

100. Si^.

Z) OliisIiuII inscrind. 8iA. zi. 4-

4) Vülois. ^Vuscil. 6r.i6o. 1. II. 166-

5) Pottere Gricch. ArchLol. Th. III. x. 24Z. dcr
Ramb. Uebcrs.

6) Vssscri äs uuulls kltr. Vasstsu. in de» 8viu-
dol. littsr. V. II. ^i. 2Z. DI s 2 0 c clli Ȋ Vsd. Ilcrscl.

x.5»6. Wilickelm. Gcsch. dcr Kuiist, VIII, 1, 7. Th. V.
zi. 212. Anm. ^>. 520. Ilssclis Isx. rsi uuiuar. I'. IV»

Psrt. 1. ^i. 1Z8Z. Uod. Wrll^iols lueiuoirs rsI-itiuA

to üuro^». auä V.siat. lurlie^, ^i. Z7o. 599- vgl. M Ü l-'

lers Etruök. Altcrthumskundc, Th. 1. x. 5Z. 34-

7) Doeclilr Lorpus inscri^t. Oraec. 1. I- tit. I.
2. Z- 4. 7-, wonach daöjciiigc zu bcrichtigcn ist,. was ich in
meiliein Gricch. Wirtcrbuche untcr ^ übcr die ältcste üvtm
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