Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Archäologie und Kunst — 1.1828,1

Seite: 169
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archaeologieundkunst1828_1/0201
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
Backen, und sind mit Heftigkeit eingedrückt. Unter dem
Gesäß liegt ein Stück Gcwand, welchcs wirkli'ch alt ist
und dazu gchört, auck ist cin Stück der Plinthe alt. Man
sieht daraus, daß die sitzcnde aber zugleich rückwarts ge-
beugte Lage auch bci dcr vollstandigen Statue stattfand,
und nicht erst durch den Restaurator ,'hr gcgeben wordcn
ist. Ncu sind die Bordcrarme, der linke Fuß, auch ist ein
Stück zwischeu dem rechkcn Schenkel und der Hüfte einge-
sctzt; für den rechtcn Fuß und den linken Schenkel am
Knie wi'll ich nicht stehcn; die Statue muß sehr zcrbro-
chen gefunden wordcn sehn, abcr nicht Alles angestückte ist
neu-

Jn derselben Zeit fand ich dke Gruppe noch einmal
wieder, in dcm schon in dcr Amalthea III. S. 48. ange-
führtcn Wcrke über die B lundel l'sche Sammlung zu
Ince bei Liverpool. Dort sindet sich ll?. I. t.. 42.
. ganz dieselbe Gruppe, die das Augustcum 1. III. t. yZ.
darstellt; die Achnlichkeit wird dadurch noch augenfälliger,
daß der Zeichner das Symplcgma ziemlich von derselben
Seite aufgenommen hat. Jch lege Jhnen eine Durchzeich-
nung bci; Sie werden beinah glauben, sie ser aus dem
Augusteum genommen. Nur wendct sich dcr rechte Arm
dcs Satyrs vom Ellcnbogen um, und faßt den rechtcn Arm
des Hcrmaphroditcn übcr der Handwurzel; dcr linke des
Satyrs aber packt dcn Hermaphroditcn an der Achsel. Die
Lage der Füße beider Figurcn ist zicmlich dieselbe. Wie-
viel daran crgänzt ist, bemcrkt dic kurze Notiz nicht, wclche
der Kupfertafel beigcgeben ist. Nur das wird bemerkt, daß
die Kopfe ganz erhalten sind. Der Hcrmaphrodit heißt
hier eine Nymphe, und ist also dazu verwandelt worden.
An der Plinthe stcht dcr Name Früher besaß

die Gruppe I'Icola, leoopor c>I tlrs Lapltol. Der
Name Bupalos paßt in der Lhat nicht übel; cs ist cin
loading ...