Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Archäologie und Kunst — 1.1828,1

Seite: 195
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tcrthümer stchn alle in großen Schränken, die das Ganzc
nicht minder vcrschönern. Vorige Woche hat der König
das Museum eröffnet, und seitdem strömt ganz Paris tag-
lich, wie Sie wohl in öffentlichcn Blättern gelesen haben
werden, zu tausenden herbci, seine neuen Schätze zu fthn.

§b ich gleich nicht eine Stunde frei habe und ich al-
les thue um so bald als möglich zum Ziele meiner hiero-
glyphischen Rcise zu kommen, so konnte ich doch nicht um-
hin, Jhnen etwas ausführlicheres zn schrciben. vr. Brönd-
sted habe ich aufgcsucht, auch mit Haase und Raoul-Ro-
chctte gesprochen. Dröndsted ist mit der Vollendung des
2ten Thcils seiner Roissii irircl blntsrsiicliiiiiAsii in Oris-
clisnlaiicl beschästigt, der noch zur Ostermesse crscheinen wird.
Er lobt die gedicgene Dicnstfreundlichkeit der Brittcn und hat
für sein Unternehmen in England große Aufmunterung ge-
funden. Unftr edler Landsmann Haase hat zu der gro-
ßen Unternchmung der neuen Ausgabe der Byzantiner, an
dercn Spitze Niebuhr steht, seine Beihülfe zugesagt. R a-
oul-Rochette, ohnstreitig einer der dienstfertigsten und
elegantesten Männer seines Volks, las mir dcn Prospectus
zu seinen QloiimiiLiis inääits vor und zeigte mir die Zeich-
nungen dazu. Es ist ein wahrer Schatz von Hermäen, wi'e
sie nur Nochette mit dcn ihm zu Gebote ftehenden Mitteln
und der mit nichts zu ermüdenden Assiduität, die in Jta-
lien allein durchdringen kann, während des langcn Aufent-
halts dort zusammenzubringen vermochte.

Gustaf Seyffarth.
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