Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Archäologie und Kunst — 1.1828,1

Seite: 205
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gen natürlich auch von der Jo erklärt, Hirt Millingens Au-
torität als gar nicht zahlend vcrwarf. Millingen lcgt
uberall, wo die verschiedenen Alter des griechischen Kunst-
styls zu beurtheilen sind, das größte Gewicht auf die alten
Münzen, so wie es neuerlich auch Heinrich Meyer in
Weimar in seiner (viel zu wenig beachteten) Geschichte
der bildenden Kunst bei den Griechen ge-
than hat, und hat sich durch eine kleine, aber ungemein
verstandig geordnete und erklärte Sammlung, Il,scri6il äs
c^uel^ues msänilles Orecgries inääitLS g. IVlillinAsn,
Rom, Nomanis 1812- 84 S. in 4, mit 4 musierhaft ge-
stochenen Münztafeln, auch in der Numismatik als einer
der fcinsten Kenner erprobt. Sein neustes Unternehmen,
sein Oneäiteä inonninLnrs in 10 Licferungen, wovon die
ersten 8 nur unedirte, oder richtiger bekannt gcmachte Va-
scn enthalten (40 Vasen - und 2 Hülsstafeln) und 106 S.
Text in grüßtem Quart, London, bei RodweU, 1822—>26.
die zwci folgenden Hefte den Sculpturen gewidmet sind,
haben in Genauigkcit der Abbildungcn und in Scharfsinir
der Erklärungen den Beifall allcr Archäologen si'ch erwor-
ben, und man hört nur die einzige Klage, daß der treffliche
Mann diese Sammlung viel zu langsam sortsetze. Es
dürfte daher vielen unsrer Lcser nicht unwillkommen scyn,
ihn selbst über seinen Lebensplan und über verschiedcne Ge-
genstände der Alterthumskunde sprechen zu hören. Hier
seinen letzten Brief, den man ohnbedcnklich in der Sprache
des Briefschreibers mittheilt, da jetzt wohl kcin Alterthums-
freund obne unerläßliche Bekanntschaft mit der englischen
Sprache unter uns lebt:
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