Böttiger, Carl August   [Hrsg.]
Archäologie und Kunst — 1.1828,1

Seite: 227
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archaeologieundkunst1828_1/0259
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
22

di'e theuerste Würze für den Gaumenkitzel der alten Welt,
und eine unerschöpfliche Quelle des Neichthums für jene
Pentapolis bis auf der Römer Zcit herab. Aber es ze»
störten diese Doldcnpflanze mit markigcm Stengel, die
durch kunstgercchte Einschnitte am Stengel und an der
Wurzel den Saft (ö?rö5) austräufelte, dcr Muthwille hcr«
umstreifendcr Beduinenhorden und der Frevel römischer Pach-
ter. Nun haben wir diese Pflanze auf den größern und
kleinern Didrachmen und Tetradrachmen des Cyrenischm
Staats noch jetzt vor unsern Augen. Aber wo ist sie jetzt
zu si'nden? Della Cclla in seiner Reise von Tripolis nach
Aegypten glaubt si'e in der r'ernl-r Iliigirana zu si'nden.
Sprengel in seincn Erläuterungen zu Thoo-
phrast S. 227. erklärt sich sür die ilis^sia grmniiiksra.
Das alles aber si'nd Muthmaßungen. Erst wenn die ganze
nördliche Küste von Afrika, wenigstens bis an die Grenze
Aegyptens, ein französischer Coloniestaat gewordcn scyn
wird, wird ein Decandolle sagen können, vb dieß nur je-
ner Küste cigenthümliche Gewächs nicht ganz untcrgegan-
gen ist.

B-
loading ...