Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 1.1877

Seite: IV
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archepigrmoeu1877/0018
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
IV

Mitwirkung der Redaction erfordern wird. Es leuchtet ein,
dass die Redaction ebensowenig solche Aufsätze Wort für
Wort vertreten kann, als die Verfasser dieselben als ganz
selbständige Leistungen werden geltend machen dürfen.

Ausser den Originalmittheilungen werden wir nament-
lich die in der Provinzialliteratur verstreuten Nachrichten
zusammenzufassen bestrebt sein. Bekanntlich erscheinen der-
artige Fundnotizen in grosser Anzahl in Büchern und pe-
riodischen Schriften, welche oft schon aus sprachlichen
Gründen eine äusserst geringe Verbreitung finden. Gerade
Wien dürfte am ersten geeignet sein, hiefür als eine Sammel-
stelle zu dienen. Leider ist jedoch eine genügende Centrali-
sation dieser Localpublicationen im Buchhandel kaum zu
erreichen. Wir wenden uns daher an alle diejenigen, welche
als Autoren oder Herausgeber auf diesem Gebiete sich
bethätigen, mit der Bitte um Einsendung auch der gering-
sten, sei es selbst nur in einem Zeitungsblatte niedergeleg-
ten Mittheilung. Wir ersuchen alle Zusendungen an das
Archaeo 1 ogisch - epigraphische Seminar der k. k.
Universität Wien zu adressiren.

Die „archaeologisch-epigraphischen Mittheilungen" wer-
den in zwanglosen Heften, vorläufig zwei Mal im Jahre er-
scheinen. Sie sollen, wenn auch als selbständige Publication,
zugleich eine Ergänzung der Zeitschrift für die österreichischen
Gymnasien bilden, deren Leser-und Mitarbeiterkreis imlnlande
zur Pflege auch dieser Studien in erster Linie berufen ist.
Die Verlagsbuchhandlung hat durch eine den heutigen An-
sprüchen möglichst genügende Herstellung der Tafeln und
durch Anschaffung neuer Inschiifttypen mit dankenswerther
Bereitwilligkeit für eine würdige Ausstattung Sorge getragen.

Wien im Februar 1877.

Die Redaction.
loading ...