Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 1.1877

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Kopf. Thon wie n. 34. H. 0'023. Verwaschen. Ans Pergamos. Mit Vollbart, im
Haar eine Tänie. Gegen die kahle ;3tirne treten undeutliche Erhöhungen (Blätter?)
vor. lieber den Ohren dichte Haarbüschel. Fein gearbeitet. Kopf eines Dichters? —

36. Kleiner männlicher Portraitkopf. Bräunlicher Thon. H. 0 015. AusPergamos.
Ganz gerade Kopfhaltung. Das länglf.che, bartlose Gesicht zeigt ernsten, fast gräm-
lichen Ausdruck. Die schlichten Haare sind in die Stirn gestrichen. Gute Arbeit. —

37. Knabenkopf. Thon wie n. 34. H„ 0-045. Eund umher stark bestossen, hinten
offen. Aus Pergamos. Krauslockiger Kopf von satyreskem Ausdruck. —

38. Frauenkopf. Gelblicher Thon. H. 0-045. Aus Pergamos. Leise nach 1.
geneigt: über das schlichte, in der Mitte gescheitelte Haar ist das Himation ge-
worfen, welches Nacken, Kinn und Hals einhüllt. Reizende Arbeit. Vgl. z. B.
v. Stackelberg Gräber der Hellenen Taf. LXVH. — 39. Weibliches Köpfchen.
Grauröthlicher Thon. H. 0-035. Mit Spuren weissen Ueberzugs. Aus Smyrna.
Das Haar ist ganz kurz und glatt gehalten, als sollte eine Perrücke aufgesetzt
werden. Reizend, obwohl nur angedeutet. 40. Desgl. Röthlicher Thon. H. 0-045.
Der ganze Hals erhalten. Im Gesichte Reste von weissgelblicher, auf Haar und
Schopf von dunkelrother Farbe. Aus Pergamos. Nach 1. aufwärts blickend. Das
Haar ist über der Stirn gewellt, dahinter eine breite Tänie; im Nacken ein grosser-,
abstehender Schopf. Ohrgehänge in den Ohren. — 41. Desgl. Dunkelrother Thon
mit rostbraunen Flecken. H. 0-03. Die r. Backe beschädigt. Aus Pergamos.
Das über den ganzen Kopf gewellte Haar ist zurückgestrichen und hinten zu einem
Schopf zusammengenommen. Ueber der Stirn liegt eine Tänie. Locken fallen zu
beiden Seiten auf die Schultern. Das Haar ist besonders genau ausgeführt. —
42. Desgl. Gelbröthlicher Thon. H. 0-025. Sehr verwischt. AusPergamos. Mit
Stephane. — 43. Desgl. Thon wie n. 41. H. 0-03. Aus Pergamos. Kopf mit
dem Ausdrucke von Verachtung im breitgezogenen Munde; das Haar ist schlicht.
Charakteristisch aufgefasst. — 44. Mohrenkopf. Thon wie n. 41. H. 0-04. Mit
Resten eines weissen Ueberzugs im Haar, aus einem Vorder- und Rückenstück zu-
sammengesetzt; innen hohl. Aus Pergamos. Der Kopf zeigt mürrischen Aus-
druck. Rohe Arbeit. — 45. Büste eines Athleten. Bräunlicher Thon. H. 0-065.
Erhalten bis unter die Brust, aber sehr bestossen. Ganz mit einem weissen
Ueberzug bedeckt. AusPergamos. Der Mund ist breit, die Haare fallen in's
Gesicht, Schultern und Nacken ungemein stark, wie gemästet. Sehr roh. —
46. Athletenkopf. Thon wie n. 32. H. 0-04. Aus Pergamos. Aehnlich n. 45.
Kurzer Hals, starker Nacken. Ueber der Stirne liegen kurze Locken, weiterhin ist
das Haar nicht angedeutet. Sehr roh. — 47. Männliche Figur in römischer Tracht.
Ziegelrother Thon. H. mit der Basis 0-073. Abgebrochen der Kopf, die Basis be-
schädigt. In der unbearbeiteten Rückseite ein viereckiges Loch, die Figur ist hohl.
Aus Pergamos. Die Figur, bekleidet mit Tunica und Toga, steht auf einer vier-
eckigen Basis. Die r. Hand liegt in der Toga vor der Brust, die herabhängende
Linke hält ein Diptychon. — 48. Unterer Theil einer weiblichen Figur mit Kind.
Thon wie n. 47. H. 0'085. Es fehlen: der obere Theil der Frau von der Mitte
des Leibes an, die Lehnen des Sessels, die 1. Ecke des Schemels. Hinten offen.
Sehr verwaschen. Aus Pergamos. Die Figur sitzt auf einem Throne und stützt
die Füsse auf einen einfachen Schemel. Bekleidet ist sie mit langem Chiton und
Himation. Auf ihrem Schoosse liegt ein nacktes Kind, dessen r. Bein sie hält. Das
1. hängt über das Knie der Frau hinab. Die 1. Hand der Frau liegt am Kopfe des
Kindes. Gute Arbeit, besonders das Kind ist reizend bewegt. — 49. Weibliche Relief-
büste (Tyche?). Glimmeriger Thon wie n. 32. H. 0-095. Abgebr. der obere Theil
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