Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 1.1877

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wo sie den Namen „Saszokütja" (Sachsenstrasse) führt und Kezdi
Väsarhely nach Bereczk. Zu ihrem Schutze diente da, wo das
Feketeügythal in das obere Altthal heraustritt, ein zweites Lager
bei Komollo 1).

Noch ist ganz deutlich am unteren Ende dieses Dorfes auf
einem Plateau ein viereckiges römisches Lager erkennbar, dessen Nord-
und Südseite 160, beide andere 140 Schritte messen. Südlich davon
auf einem Hügel befinden sich ebenfalls Mauerspuren und an dessen
Fusse massenhaft Scherben und ein Urnenfriedhof, innerhalb der
Lagerwälle aber römische Münzen. Etwa eine halbe Stunde nord-
östlich von diesem Ort, beiMaksa, an der Vereinigung des Csobat
mit dem Nädasbach, an einer „Veresmart" genannten Stelle finden
sich viele Ziegeltrümmer, Scherben, Mauerreste? unter deren Ziegeln
nach Orbän auch etliche gestempelt gewesen sein sollen.

Zu p. 179. Homröd Szent Marfan.

Eine Stunde von H. Sz. Marton südwestlich im kleinen Homrod-
thale liegt das Dorf:

Homrod Karacsonfalva. Hier wurde am Köves-bercz ein
verstümmelter Votivstein gefunden, welcher jetzt im Hofe des Bauern
Barabäs Mihaly aufbewahrt wird.

Derselbe hat die nachstehend abgebildete Form eines Sessels,
das Material ist TrachyttufF.

Die beiden, auf der vorstehenden Skizze sichtbaren Seiten sind
glatt gearbeitet», die beiden anderen (Rücken und linke Seite) sind
rauh geblieben. Der obere Theil der Inschriftfläche ist, wie die
Linien ausweisen, vom Pfluge durchfurcht2). Ungenaue Copien der
Inschrift gaben Orbän a. O. p. 185 und H. Müller im Archiv
für siebenbürgische Landeskunde N. F. B. 13, p. 283.

*) Orbän 1. c. III, 195, 182.

2) Der obenstehende Holzschnitt ist nach einer von Hrn. Gooss eingesandten
Skizze uud einem Papierabdrucke der Inschrift ( . . . . ins cum.....ano f(ilio)
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