Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 1.1877

Seite: 78
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archepigrmoeu1877/0096
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
gene Gegenstand befestigt war. Die linke vorgestreckte Hand
dürfte eine Schale gehalten haben. Gestalt, Gewandung, Attribute,
soweit man auf diese schliessen kann, lassen unter den Göttinnen
an Juno denken; doch kann auch eine Frau des Kaiserhauses ge-
meint sein. Nach Anlage und Arbeit würde ich die Figur in das
erste Jahrhundert unserer Zeitrechnung setzen. Alle näheren An-
gaben verdanke ich Herrn Director Dr. Kunz.

Triest. CONZJE.

Zu Corpus Inscriptionum Graecaruiu II, p. 111 b.

In dem der Bibliothek des archäolog.-epigraph. Seminars ge-
hörigen Exemplare des C. I. Gr. fand sich im zweiten Bande zu
p. 11] b folgende an „Herrn Hofrath Grimm" adressirte eigenhän-
dige Notiz Böckh's vor:

„Beim Excerpiren der Herodotischen Stelle habe ich wirklich,
wie ich gleich vermuthete, durch eine Art von Ideenassociation
evvea öboi statt ipai öboi geschrieben, weil mir das thracische evvea
öboi im Kopfe lag; die Bemerkung vsi lectio verct" bezieht sich bloss
auf das Wort eHauiraio?. 'EHaju müsste also eher sacer heissen.

Bh'rare humanum est.

T\47. Böckh."

Die Berichtigung bezieht sich auf die a. a. 0. befindlichen
Worte:

'EHajuTToio? videtur significare evvea öboi (Herod. IV, 52, si lectio
vera, ut arbitror)\ fortasse e£av significat ^novem1'.
loading ...