Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 1.1877

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H. 0 095. — Abgeschnitten in der Mitte des Halses. Das r. Ohr herausge-
schlagen.

Der Kopf, welcher den gewöhnlichen kyprischen Typus zeigt,
ist mit ganz kurzem Haar bedeckt. Hinter der Stirne zeigt der
Schädel eine starke Depression und dann ein ganz übermässig ent-
wickeltes Hinterhaupt.

Vgl. Doli X, 9 (526).

125. Jugendlicher Kopf.

H. 0075. — Abgeschnitten in der Mitte des Halses; nur angelegt.

Das ganze Haar ist in einem Beutel zusammengefasst, der
hinter den Ohren tief in den Nacken herabfällt.

Dieselbe Haartracht Doli II, 4 (44). 5 (52). 6 (49). IX, 7 (311)
u. sonst.

126. Weibliches Köpfchen.

H. 0-05. — Abgebrochen unter dem Kinn, sehr beschädigt.

Nur die grossen, hochstehenden Ohren erinnern an kyprische
Weise. In dem hochaufgebauten Haar ist eine Stephane angeordnet.
Zwei starke Zöpfe fielen, wie es scheint, in den Nacken.

Vgl. Fröhner 0. Taf. 6 oben links.

127. Männlicher Kopf.

H. 0'105. — Erhalten bis zum Schulteransatz. Reste rother Farbe an den
Lippen.

Die Charakteristika des kyprischen Typus sind bis zur Car-
ricatur gesteigert. Der Kopf ist bedeckt von der Kittaris mit
Tutulus und aufgeschlagenen Backenklappen.

Vgl. Fröhner a. a. O. Taf. 6 in der Mitte der 2. Reihe. Doli
I, 7 (8).

b) Terracotten.

Die folgenden kyprischen Terracotten sind, wo nichts Beson-
deres bemerkt wird, aus einem gelbrothen, groben Thon verfertigt,
hinten nicht bearbeitet und sehr roh. Von einer Benennung der-
selben, welche weitläufigerer Begründung bedürfte, sehe ich hier ab.

128. Weibliche Figur.

H. 0-20 mit der Basis. — Abgebrochen der Kalathos; sehr bestossen. Mit
Resten eines weissen Ueberzuges bedeckt.
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