Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 1.1877

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mehrere unbeschriebene Votivsteine, Säulenbasen und massenhafte
römische Ziegeln nebst folgenden zwei Inschriftfragmenten gefunden
Ära von Marmor, deren oberer Theil abgebrochen ist. Im
Hofe von Nr. 151, jetzt beim Stuhlrichter Teleki in Kanza:

~n i t cr i - 1
em i d cr/ s ö\
sacer-c-r3/s • N aJj
nis ■ do ■ m.cedonia'e/d £
tcr-hvivs-'ejvpli-prose
et ■ svis - fecit

5)

.....[ge\nüori F[l Art\emidorus de[c . . . . ] sacer(dos) c(ivium) B(oma-

norum) natus Apalanis do(mö) Macedonia et adle[c]tor huius templi pro
se et suis fecit*). — Z. 5: o befindet sich beide Male in D. Z. 6:
MPL ist ligirt.

Ära, deren obere zwei Drittel fehlen:
5* .»•..••.«.
HERME SFECE
Runt VOT - M

p. 180. Mediasch, Schelken und Umgebung.

Koke Iburg. Fragment, in der dortigen sächsischen Kirche
eingemauert:

6. JawiVARis

COLff'VL

c l/vd •

l

*) Ein mir von Herrn Gooss übersandter Abklatsch ist leider zu mangel-
haft, um Aufschluss über die zweifelhafte Lesung zu verschaffen. In v. 1—3 schein t
zu ergänzen: [J. 0. M. Hel]io[p\o\litano Deo Ge[nitori F]l. Art[emidorus. v. 4 könnte
man nach Analogie von C. I. L. III, 1433 vermuthen:

SACER • COR05VS ■ ARAL £

= sacer(äö$) coronatus arae A[ug. n.], jedoch lässt d er Abklatsch hier gänzlich im
Stich. In v. 5 zu ergänzen: legio\ nis [V] Macedoni[c]ae geht nicht an, da der
Raum für legio] nicht vorhanden ist und D nach NIS auf dem Abklatsch deutlich
erkennbar ist. Möglicherweise könnte hier die statio Macedonica erwähnt sein, vgl.
Mommsen im C. I. L. III, p. 168. Hoffentlich erhalteü wir bald von unseren
Siebenbürger Freunden einen besseren Abklatsch des nach Herrn Gooss1 Angabe im
Ganzen wohl erhaltenen Steines. O. H.
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