Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 1.1877

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Auf dem Boden einer Lampe eingeritzt:

13. IVSTIO
NIS

Im Hause des Wagners Low Nr. 134, dessen Vorhalle durchaus
mit grossen römischen Ziegeln gepflastert ist, fand ich als Stempel
eines solchen Ziegels:

14. HORMVS

p. 215. Zaiatea.

Von hier erwarb das BruckenthaFsche Museum in Herrn ann-
stadt im November 1877 einen Votivstein mit folgender Inschrift

15. DOMNO ET D"
MNAESATRIVS
FELIXSP oc pro
SEETSVo SVSLM

Domno et Domnae Satrius Felix b(eneficiarius) proc(uratoris) pro
se et suos v{otum) s(olvit) l(ibens) m(eritis).

Z. 1 am Ende: o befindet sich im D.

Die Inschrift ist offenbar identisch mit der im C. I. L. III, 1289,
nach Neigebaur und Kemeny mitgetheilten :

DOMNO ' FI DO
M- NAEVIRIVS
FELIX PRo - PRo
SE- ET-SVoS-V-L-M

Ein fanum. Dominarum, in Apulum: C. 1. L. III, 1005, vgl. auch
n. 1004.

p. 225. Värhely.

Sehr ergiebig war meine diesjährige inschriftliche Ausbeute in
Varhely. Das Bedeutendste davon fand ich beim griechischen Orts-
pfarrer Joanne Janza, welcher die meisten ans Tageslicht kommen-
den Sculpturen und Inschriftsteine für das Museum des griechisch-
katholischen Bischofs von Lugos aufkauft. Leider war kurz vor
meiner Ankunft eine Sendung von Sculpturen dahin abgegangen,
doch fanden sich die Inschriftsteine noch beim Pfarrer vor.

Auf einem kubischen, zum Einlassen in eine Maueröffnung
bestimmten Marmor block beim Pfarrer:
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