Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 1.1877

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Unedirte Ziegelstempel:

23. q_- ä • b 24. c ■ i ■ v -
wovon Nr. 22 in den Besitz des Schässhurger Gymnasiums kam.

p. 253. Daciae incertae.

Unedirte Lampenstempel ohne Angabe des Fundortes im
Bruckenthal'schen Museum:

25. FESTI 26. FELIX 27. LISINNIA

Ebendaselbst ein zum Aufhängen bestimmtes bronzenes Ge-
stell von 0"25 Länge mit eingesetzter Inschrift, dessen Fundort un-
bekannt ist:

28. EGOENO
VIVSVOT
VMPOSVI

Ego Enovius votum posiii.

Die neuesten antiken Mnnzfunde Siebenbürgens.

I. Kitid, Hunyader Comitat.

Im März 1877 brachte ein Romäne eine vier Loth schwere
goldene Armspange, eine 2*5 Pfund schwere Silberstange und 70 Stück
wohl erhaltene römische Familienmünzen zu Fräulein Sofie von
Torma in Broos. Als diese sogleich den Gustos des Klausenburger
Museums, Herrn Finaly benachrichtigte, verkaufte der Romäne aus
Furcht, dass ihm der Fund ohne Entschädigung abgenommen werden
solle, Alles an jüdische Händler. Als Fundort gab er den Wald
von Kitid an.

2. Frauendorf, Schässhurger Comitat.

Im Juni 1875 wurde bei Frauendorf, unweit von Mediasch,
ein aus 563 römischen Silberdenaren der republikanischen Zeit be-
stehender Münzschatz gefunden, welcher mit 9 Exemplaren älterer
Consulardenare bis zur Reduction des Denars auf V4S Pfund im
Jahre 217 vor Christo hinaufreicht, in 151 Arten nicht weniger als
87 römische Familien umfasst und vor den Triumviralmünzen endigt.
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