Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 1.1877

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6. An dem Wirthshause in der Mauer ausserhalb zur Rechten
der Thüre...... eingemauert:

D • M ■
MARTI AVG-
PRO- SALVTE
PRIMIGENI
5) AVG- NN - VIL-
SIA • T- ATRANTIN-

Diese und die vorhergehende Aufschrift sollen beyde auf dem
Trajan Berg oder dicht dabey herausgegraben worden seyn, wo
täglich noch viel andere gefunden werden.

[Z. 1 D- M- wohl irrthümlich vom Copisten zugefügt*). —
5 war das zweite G von AVGG vielleicht getilgt. — 61. STAT. Ein
vilicus stationis Atrantinae auch C. I. L. III, 5121.]

Anlage 13.

Laibach 21. Oct. 1750 abgeschrieben.
7. An dem Frontispicio der Kirche der deutschen Ordens-Rittern
ist in der Mauer ein länglicht viereckiger Marmorstein eingemauert
zu sehen........ Der Marmel ist grau, mit weissen schnecken-

förmigen Zügen. Die mangelnden Buchstaben scheinen vom Regen
weggewaschen zu seyn.

C- IVLIO-C-L-
1 QJV AD R AT O
g ET'VIBVNN

1 AE-VS--F

|-5) DIVc---Ae

«> VX----Ae

sc

«g MR-----

| FIRMVS I--

VF

beiläufig 3 Spannen breit

[= C. I. L, in. 3863: v. 4. VSS --, 5 DEVON/IAe , 6 VXO

R/I/IVAb, 7 VRI////F, 8 I&///N.]

*) Auffallend bleibt dabei die Dedication eines subalternen Zollbeamten an
Mars Augustus und das Fehlen eines Dedicanten; jedoch könnte die Inschrift am
Ende unvollständig sein (vgl. jedoch z. B. die analoge Fassung in der (vollständigen?)
Inschrift C. I. L. III, 5115). Vielleicht ist aber in Z. 1—2 eine von Schwachheim
nicht notirte Beschädigung anzunehmen, etwa der Art:

Archäologisch-epigraphische Mitth. n. 9
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