Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 1.1877

Seite: 133
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archepigrmoeu1877/0155
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
resten, Münzen, einer Lampe mit dem bekannten Töpfernamen:

C RESCE

S

und zwei kleinen Schaalen aus terra sigillata mit der Inschrift:

DFM.SCI Und VFNICARVS

nur Ziegelstempel gefunden worden. Zum Theil sind dieselben schon
aus älteren carnuntinischen Funden bekannt*), so vor Allem der
am häufigsten wiederkehrende:

LEG XIIII GJW

oder LEG XIIII G (in einer Linie und im Kreise), einmal auch der
noch nicht bezeugte: - •

LEG XIIII G-F- (=ßdelisf)

Daneben einzelne Exemplare mit dem Stempel:

LEGXG

leg. xv/KFoL

le JG XXX W of. am. u\R SICINIMM*J

Ebenfalls schon bekannt, wenn auch nicht aus Carnuntum,
(C. I. L. III n. 4656), ist der dem vierten Jahrhundert angehörige
Stempel :

leg III IT AKbEY
///FWSCDVC

nebst einem offenbar identischen Fragmente:

TAkPET
8 CD VC

Die von Mommsen (a. 0.) in Z. 2 vorgeschlagene Ergänzung
Urs(j)c{ini) duc(is) darf demnach wol als gesichert angesehen werden.
Die naheliegende Ergänzung in Z. 1 Pet(ovione- über die Schreibung
Petovio vgl. Mommsen im C. I. L. III p. 510) ist dagegen bedenk-
lich, da die Standquartiere der Legio II Italica im vierten Jahr-

*) Vgl. C. I. L. III p. 579 ff.
loading ...