Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 1.1877

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hundert sich längs der Donau in Lentia, Lauriacum und Joviacum

wohl auf die XXX Ulpia Victrix zu beziehen; ob in der Lücke ein
V gestanden hat, ist nicht sicher.

= c]oh(ors) [P]ar[thicä?

jedoch ist mir keine derartige Cohorte bekannt. An die in Pannonia
superior zeitweilig stationirte cohors II Alpinorum zu denken, geht
nicht an.

Inschriften auf Stein sind erst kürzlich zu Tage gekommen.
Auf einer von O. Benndorf und E. Majonica am 28. October unter-
nommenen Excursion copirten dieselben folgende vor wenigen Tagen
im Lager gefundene und in das Museum des Baron Ludwigsdorf
gebrachte Inschriften:

1. Ära von Sandstein, hoch 0*48, breit 0*25.

Z. 5 — vjisu.

2. Ära von Sandstein, hoch 073, breit 0*38, tief 0*28, oben
an den Seiten mit Rosetten geschmückt, in der Mitte ein dreieckiges
Giebelfeld, auf dem Stein eine Vertiefung für Darbringung des Opfers:

befanden (C. I. L. III, p. 689 fg.).

Unedirt sind die beiden folgenden Ziegelstempel:

LEG / VIC

5) //N//ISV
V S- L IM

g e n i o

> •axive
t v l e i a!

va l • con

stns-ar

Z. 4: n steht im O. — Z. 5 ist wohl ar{am), nicht ar(mrum
custos) zu ergänzen; die Inschrift ist vollständig.
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