Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 1.1877

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9 und Mommsen zu C. I. L. III n. 3385. Die Siglen P ■ A ■ S- lassen
wol keine andere Erklärung, als p(ius) a(nimo) s(olvit) zu, wenn-
gleich mir kein anderes Beispiel dieser Formel (l(ibens) a(nimo) s(olvit)
kommt mehrfach vor) gegenwärtig ist.

3. Ära von Sandstein (Kenner a. O. S. 54), hoch 0-45, breit 0*22,
dick 0-19.

TA L I S q>
STRATOR
LEG LEG
XIIIIG SE

VE V S lf

Der Name der Gottheit fehlt; die Siglen V S L in Z. 1 können
wol nur, gleichwie am Schlüsse, in v(otum) s(olvit) l(ibens) ergänzt
werden.

Die folgenden Inschriften sind unedirt; ich gebe sie in sach-
licher Reihenfolge. Sie gehören der Buchstabenform nach mit we-
nigen Ausnahmen dem dritten Jahrhundert an:

4. Deutsch-Altenburg bei Baron Ludwigsdorf, gefunden 1876
am Burgfelde. Ära von Sandstein, hoch 0 53, breit 0*24, dick 0*17.

GENIO
LOCI
UAL-IVST
NJ VS-VS

5. Deutsch-Altenburg bei Baron Ludwigsdorf, gefunden 1877
am Pfaffenberge bei Deutsch-Altenburg, zusammen mit dem Torso
einer grossen, anscheinend sitzenden Figur. Ära von Sandstein,
hoch 0 50, breit 0*60, auf der linken Schmalseite eine patera ansata,
auf der rechten ein urceus:

I-



D M j

V B



LLAT y

LEO



= I{pvi) O(ptimo) M(aximo) ve[xi]llati leg\ion. xi]III G{eminae)
S{everianae ?) v(otum ?) [s. I. m. f] Die Form vexillati für vexillarii
ist sonst nicht bezeugt, jedoch hat keineswegs vexillati[o\ auf dem
Steine gestanden.
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