Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 1.1877

Seite: 140
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Singular ist der pater paternus anstatt pater patrum. Ueber die
eigentümliche Darstellung des Mithras auf diesem und anderen In-
schriftsteinen wird E. Majonica im nächsten Hefte der Mittheilungen
handeln.

15. Petronell, seit längerer Zeit im gräflich Pälffy'sehen Parke,
ohne Zweifel ebenso wie n. 17 in der Nähe gefunden; viereckiger
Kalkstein, hoch 0*30, breit 0 42, dick 0 30.

CM VII

> Cor nili

S V LL A E

Vielleicht ein Grenzstein der cohors VII Breucorum, vgl. Ephe-
meris epigraphica II, S. 400 n. 773.

16. Ebendaselbst, viereckiger Kalkstein, hoch 0*38, breit 0"28,
dick 019.

/A///U////
C A STiLIAN /
TESSER D D
TERTVLLOCoS

= 158 oder 195n.Chr.

17. Petronell bei Graf Traun, gefunden 1877 in Petronell zwi-
schen den Spitalweingärten rechts von der Brucker Strasse; grosser
Sarkophag für zwei (bisomum), hoch 0"70, breit 2*22, tief 1'09; die
Inschrift zu beiden Seiten von geflügelten Genien gehalten; rohe
Arbeit des dritten Jahrhunderts.

D- CLA VDIAE - VRSÄ M
ANNXXIIII-SEP-VERANV
OP • LEG • XIIII • G • COIVGI
CARISSIME- ET
5) SEP VERO FILIo-Ann X DIERvM
F C Vn

Z. 6 ist Vn wegen Raummangels in die letzte Zeile gerückt
worden.
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