Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 1.1877

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fühlen wir uns gedrungen, an dieser Stelle, ehe wir zur Aufzählung
der einzelnen Stücke übergehen, öffentlich unseren Dank zu sagen.

I. Raab,

I. Gymnasialmuseum. Im Hofe. Ära, 120 h., 0-44 br., von
einem steilen Giebel bekrönt und mit Rosetten als Akroterien; das
r. Eck der Bekrönung fehlt. Die Inschrift galt für verloren; sie
lautet (vgl. C. I. L. III, 4363):

I O M
IVNONI ■ REGIN
MINERVAENEP
TVNOLIBEP ATP/
5) DIANAE CETERISQ.
DIBVS L - ANTON SA
BINIANVS - CORNI sie
LEG' LEG I AD P F SI//
TEMPLVM • VETVS//
10) CONLAPSVM-FA
CIVNDVM ■ CVR
CVM • AVR ///ELIAN
CON

J(ovi) 0(ptimo) M(aximo), Junoni regin(ae), Mmervae, Neptuno,
Libe{ro) Pat\ri\, Dianae, ceterisq(ue) dibus, L. Antonius) Sabinianus
corni(cularius) legyati) leg(ionis) I. ad(iutricis) p(iae) f{idelis) S[e(ve-
riana,e)] templum vetus\t(ate)\ conlapsum faciundum cur(avit) cum Au-
r{elia) [A]elian(a) con(iuge).

Grabstein des Acrabanis, 2*30 h., unten 045 br., nach
oben sich verjüngend, mit giebelförmigem Abschluss. Ueber der
Inschrift (C. I. L. III, 4367) das Brustbild des Verstorbenen; auf dem
unteren Theil desselben 1. sehr klein, ein nach r. sprengender Reiter,
welcher mit dem gespannten Bogen nach einer an der r. Kante des
Steins mit tiefgezogenen Furchen angedeuteten Scheibe zielt, in der
schon drei Pfeile stecken. Er hat eine Lederkappe auf dem Kopfe
und trägt den Köcher an der rechten Hüfte. Die Arbeit ausser-
ordentlich roh. — Fragment von der rechten Seite eines
Grabsteins, oben und unten gebrochen, 0'95 h., 0'39 br., durch
zwei horizontale Streifen in drei Felder getheilt. Im obersten das
untere Stück einer Protome , im mittleren der hintere Theil eines
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