Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 1.1877

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Im Corridore der sogenannten Franciskanerkaserne befindet
sich ein durch Grösse hervorragender Sarkophag, der aber weder
Darstellung noch Inschrift zeigt.

4. Izsa. Auf der Strasse: Christliches Relief, 064 h.,
073 br., die oberen Ecken abgeschrägt. In der Mitte eine Amphora,
deren zwei Henkel in Vogelköpfen auslaufen, beiderseits je ein
Pfau. — Reste eines Grabsteins, 0*68 h., 077 br. Es sind
die Spuren zweier Bildnisse und zwischen denselben der Kopf einer
kleineren Figur erhalten, unten eine Leiste der Umrahmung des
Inschriftfeldes. —Bruchstück einer In s chrift, 0*74 h., 042 br.

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SIC AINSES ai
e IT • D I E S ■ XV
A JE CIL • RVFVS
/RIB-MIL-LEOI AD
e T OVIDIA "MER"HVL
LA-FILIAE-DVLCIS
SIME F • C

Beachtenswerth ist die Buchstabenform m für x.

Im Hause des Bauern Bulacsek Las 16: Votivara:

5. Füzitö. Bei Herrn Verwalter Theodor Feige: Säule mit
korinthischem Capitäle und spiralförmig gewundenem Schafte, 1*34 h.
— Thronende Gewandfigur, Statue 0'64h., der ganze Ober-
körper und die Zehen des 1. Fusses fehlen. Sie ist mit einem langen
Untergewände , mit über die Kniee geworfenem Himation und mit
Sandalen bekleidet und trug in der L. ein Skeptron, dessen unteres
Ende (mit Knopf) noch erhalten ist. — Ära Eph. ep. II, 884.

6. Totis. In der Parkruine eingemauert: Grabstein des Va-
lerius SatMrninus, Valerius Sabinas und der Caesia Digna (C. I. L. III,
4278), ca. 3'50 h., 1*22 br. Der Stein ist nach Art römischer Grab-
monumente, wie z. B. des Prangers von Pettau, in horizontale Ab-
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