Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 1.1877

Seite: 163
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Grabstein des Dasitastus, CLL. III, 4282, bekrönt von einem
Giebel, in dessen Felde ein Gorgoneion. Die Protome zeigen die pro-
vinziale Tracht. Darunter der sich oft wiederholende Tisch mit der
Magd 1., dem Sklaven r. — Schmalseite eines Sarkophags,
0'74 h., 078 br. Ein nackter, geflügelter Jüngling mit kreuzweise
gestellten Beinen und umgestürzter Fackel in einem Rahmen, der
einerseits mit Trauben, anderseits mit Epheugewinden geziert ist. —
Ära C. I. L. HI, 4272.

Im Schlosse: Inschrift, in der Nähe von Lopresti haspol
gefunden (vgl. S. 146):

jNYMPH/
ac i V \

Ifec/

Eine frei gearbeitete Hand, welche einen Gegenstand gehalten
hat. Marmor, 021 1., 016 br.

III. Stuhlweissenburg.

Im Garten der bischöflichen Residenz. Grabstein, 055 h.,
1'06 br. Zwischen zwei Säulen vier Brustbilder: zwei männliche,
von denen das erste bärtig, es folgt ein weibliches und schliesslich
abermals das eines bärtigen Mannes. — Grabstein, 0'56 h.,
O80 br. Erhalten sind die Brustbilder zweier unbärtiger Männer
und das einer Frau mit einer Frucht in der durch die L. gestützten
R.; daneben das Fragment einer männlichen Figur mit der Rolle
in der einen Hand, auf die der Zeigefinger der anderen hinweist
und die spiralig gewundene Ecksäule. — Fragment mit den Resten
eines Delphins, 067 h., 0*58 br. — Grabstein, 056 h., 0*38 br.
Links eine Spiralsäule, hierauf die Protome einer unbärtigen männ-
lichen Figur mit der Rolle und der spärliche Ueberrest einer an-
deren. — Bekrönung eines Grabmals, 076 h., 1'15 br. In
einem Giebelfelde ein Gorgoneion, jederseits über dem Giebel Hippo-
kampen, auf dem horizontalen Abschlüsse Reste zweier Löwen mit
einem Widderkopfe unter den Tatzen, dazwischen eine bärtige
Maske. — Die Inschriften C.I. L. HI, 3345, 3346, 3348, 3349, 3357,
3359.

Bei Herrn Weihbischof Dr. v. Pauer, Stefansgasse Nr. 15.
Grabstein, 1'25 h.,, 1"02 br. Es fehlt das r. obere Eckstück;

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