Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 2.1878

Seite: 10
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/archepigrmoeu1878/0016
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
facsimile
10

Mantel, dein gegürteten Chiton und der schuppigen Aegis, deren
Mitte ein Gorgoneion und deren Saum sechs Schlangen schmücken.
Abgebildet in Schönwisner antiquit. et liist. Sab. libri IX, Taf. 12.
Lipp a vasmegyei regeszeti-egylet 5. Heft Fig 1, — Hercules-
torso, 1*24 h., Marmor. Kopf, Arme und Beine abgebrochen. Am
Halse und an den Ansatzstellen der Arme Bohrlöcher. Ein Ge-
wandstück hing über die 1. Schulter. Die Rückseite flach. Schön-
wisner Taf. 13; Lipp Fig. 2. Beide Stücke sind von sorgfältiger
Arbeit. — Hüftenpartie einer Gewandfigur, 0*53 h., Marmor. —
Torso (antik?), 0'88 h., Sandstein. Kopf, Arme und Beine von
der Mitte des Oberschenkels an fehlen. Der 1. Arm dürfte erhoben
gewesen sein, Ansätze einer Hand sind aber an der 1. Hüfte bemerk-
bar ; an der r. Seite sind Ansätze eines Schwertes (?) vorhanden;, die
Schamtheile verhüllt ein Feigenblatt. Lipp Fig. 5. — Bärtiger
Kopf einer Statue, 0'21 h.

Sechsseitige Ära, grösste Höhe 0"72, Marmor, oben ab-
gebrochen. An den Kanten sind noch die Reste gewundener Halb-
säulen erkennbar, dazwischen an fünf Seiten Nischen und unter
denselben je vier kleine, unten rund ablaufende Einschnitte. Die
sechste Seite ist glatt. In der ersten Nische steht eine Figur im
kurzen, gegürteten Chiton, in der zweiten eine weibliche im langen
Chiton und darüber geworfenem Himation, in der dritten Fortuna
mit dem Ruder in der L. und der darunter am Boden liegenden
Kugel, in der vierten eine nackte männliche Gestalt mit rücklings
herabwallender Chlamys, in der letzten abermals eine Figur im
kurzen Chiton mit dem Prochus in der gesenkten R. Diese letzte
und die erste dürften Opfernde, die drei mittleren Gestalten aber
Gottheiten, neben Fortuna vielleicht Mercur, vorstellen. Lipp Fig.
11—15. — Relief, 0'25 h., 0-20 br. Weibliche Figur im kurzen
Untergewande und nur etwas kürzerem Mantel, die R. auf die Brust
gelegt, die L. gesenkt; der Kopf fehlt; beiderseits ein Pfeiler. —
Relief, 0*70 h., P27 1., Sandstein, 1. und unten abgebrochen. In
der Mitte steht en face eine halb thierische Gestalt mit dem Kopfe
eines Hundes, im kurzen, gegürteten Gewände und mit erhobenen,
oberen Extremitäten, von welchen die 1. das Aussehen eines Flügels
hat (Anubis). Sie blickt auf eine links en face stehende weibliche
Figur im langen Kleide und hinten herabhängenden Mantel (Isis?),
welche einer an rechts zu ihr aufringelnden Schlange eine Schale (?)
reicht. Auf der anderen Seite rechts steht ein bärtiger Mann en
face mit Modius, in langem Gewände, das mit einem Gürtel um die
Mitte gebunden ist, in der R. das Scepter, die L. gesenkt (Serapis).
loading ...