Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 2.1878

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Giebel ein sitzender Panther, der auf einen umgefallenen Kantharos
die Vorderpfote legt. In den Zwickeln Hippokampen. Im Architrav
ein Greif in der Mitte, beiderseits nach auswärts gekehrte Panther •
darunter Säulenspuren. — Weihinschriftstein, C. I. III 4168.
Oben ein liegender Panther, geflügelt und mit eingerolltem Schwänze,
setzt seine 1. Vordertatze auf ein schief gestelltes Henkelgefäss.
Schönwisner Taf. 4. — Relief, 0 43 h., 0'42 1., rechts abgebrochen.
Akanthusartiges Gewächs mit einer Blume und einer Knospe, links
steht auf dem Blatte ein Vogel, unten ein zweiter (eine Gans).
Schönwisner Taf. 17.— Architekturstück, 1"00 1., 043 h. Vorne
ein längliches Feld mit rund eingekerbter Seitenumrahmung, in dem-
selben ein Seeungeheuer nach 1. gewandt. Der Oberkörper fehlt,
der Unterleib schlangenartig gewunden und mit einer Vorder- und
Bauchflosse. Darunter schwimmt nach 1. hin ein Delphin. Der
Stein liegt verkehrt, von Schönwisner Taf. 15 unkenntlich abgebil-
det. — Gebälkstück, Schönwisner Taf. 16. — Architektur-
stück, 0*42 h., 0'86 L, 063 tief, Marmor. Zwischen zwei frei
gearbeiteten Löwen eine mit Palmetten verzierte Fläche und darunter
ein geflochtenes Band. — Kapitäl, 036 h., 1'06 grösster Durch-
messer, Kalkstein, mit einer tragischen Maske. — Mehrere Säulen-
fragmente und Gebälkstücke.

Ära, 1*36 h., 046 br., 035 tief. Oben drei weibliche Figuren,
die sich die Hand reichen. Ein ähnliches Stück, l'lO h., 0'49 br.,
0*33 tief, kann der ungleichen Proportionen wegen nicht dazu-
gehören. Die Inschrift (C. I. III 4151) lautet nach Abschrift und
Abklatsch:

FATIS TENAf
RIODIASPl////

tenatia/////

dido///' Ffi

I/IM/UHI

Ehreninschriften aus dem Jahre 82 n. Ohr. C.I.III 4176,
4177. Beide Inschriften zeigen Spuren ausgetilgter Zeilen: 4176
ist 2'12 br., 0.67 h., der beschriebene Raum aber nur 0'34 h.; 4177 ist
0*74 br., 0*52 h., der beschriebene Raum nur 0'38 h. — Grab-
stein, C.I.III 4191. Das rechte Bruchstück Z. 5—10 im Museum,
fälschlich wiederholt Eph. ep. II 866. — Grabstein, l'OO h., 0-84br.
C.I.III 4196. Links die korinthische mit Blättergewinden verzierte
Ecksäule erhalten. Im Architrav ein Gefäss in der Mitte, aus dem
Weinranken hervorkommen; im Giebelfelde Gorgoneion und beider
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