Archäologisch-epigraphische Mitteilungen aus Österreich-Ungarn — 2.1878

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seits zwei demselben zugekehrte Vögel, in den Zwickeln zwischen
dem Griebel und dem oberen horizontalen Abschlüsse zwei nach aussen
gekehrte Löwen. — Grabstein C. I. III, 4188. Ueber dem Giebel
zwei Delphine, im Giebelfelde selbst eine Rosette. — Grabstein,
0-58 h., 0-54 br. C. I. III, 4197. In der Abbild, bei Schönwisner Taf. 6
fehlt das erhaltene Bruchstück des Giebels, in welchem ein Gefäss
mit einer Tatze zu bemerken ist, und darüber der Kopf eines Del-
phins. Die Darstellung des Untersatzes bei Lipp Fig. 16. — Grab-
stein, Eph. ep. II. 856; Lipp Fig. 19. — Ära, Eph. ep. IL 862.
Unsere Abschrift lautet:

Ära der Isis, 049 h., 017 br., 021 tief, Kalkstein. Die In-
schrift von einem Palmettenornament bekrönt. Auf der 1. Seite ein
Kranz mit einem langen, gewundenen Bande und Spuren eines un-
deutlichen Körpers. Auf der r. Seite, unten ein Rehkopf, über
diesem erhebt sich auf einer Art Postament eine Figur von sehr
plumper Ausführung. Die Zerstörung lässt nicht deutlich unter-
scheiden ob sie männlich oder weiblich sei, sie zeigt sich von vorne
und zwar ganz nackt, das Haupt, auf welchem Hörner (?) und da-
zwischen ein Aufsatz noch zu sehen ist, ist theilweise zerstört; der
r. Arm ist über die Brust geschlagen, in dem gesenkten 1. irgend
ein Gegenstand (Füllhorn?). Nach dem Urtheile von Herrn Professor
Reinisch ist diese Figur keine rein ägyptische Bildung, sondern eine
barbarische Mischgestalt, deren Deutung räthselhaft ist. Die Inschrift
Lipp Heft 3, Seite 122; nach unserer Abschrift:

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